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Volkszählung in China: Mehr Alte und mehr Städter

Die chinesische Bevölkerung altert schnell, und jeder zweite der heute rund 1,3 Milliarden Einwohner der Volksrepublik lebt inzwischen in einer Grossstadt. Das hat die Volkszählung ergeben, die am Donnerstag von der Regierung in Peking vorgestellt wurde.

Jünger als 14 Jahre sind der Zählung zufolge inzwischen nur noch 16,6 Prozent der 1,34 Milliarden Einwohner Chinas, das sind 6,3 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2000. Die Zahl der Über-60-Jährigen ist um fast drei Prozentpunkte auf 13,3 Prozent gestiegen.

Die Resultate dürften die Debatte um die Ein-Kind-Politik in China weiter anheizen. Medien und Experten spekulieren bereits seit längerem darüber, dass die Regierung die Ein-Kind-Politik möglicherweise bald lockert.

Die Regelung wurde 1980 als vorübergehend eingeführt mit dem Ziel, das Bevölkerungswachstum in China zu bremsen. Derzeit ist Paaren in Städten nur ein Kind erlaubt, Familien auf dem Land dürfen zwei Kinder haben.

Knapp die Hälfte der Bevölkerung (49,7 Prozent) lebt in Grossstädten, vor zehn Jahren waren es noch etwa 36 Prozent.

Durchschnittlich leben der Ende vergangenen Jahres durchgeführten Volkszählung zufolge durchscnittlich 3,1 Personen in einem chinesischen Haushalt; vor zehn Jahren betrug der Schnitt 3,44.

Die gesamte Bevölkerung Chinas wuchs seit 2000 auf 1,3397 Milliarden. Der jährliche Zuwachs seit 2000 lag nur bei 0,57 Prozent. Für den grossen Zensus, der alle zehn Jahre stattfindet, waren im November sechs Millionen Volkszähler zehn Tage lang von Tür zu Tür gegangen und hatten 400 Millionen Haushalte besucht.

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