Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Die seit mehr als eineinhalb Jahren inhaftierte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko kämpft ungebrochen für ihre Freilassung. Mit flammenden Appellen führt die 52-Jährige in der Ex-Sowjetrepublik die Opposition gegen Präsident Viktor Janukowitsch.

Sie und ihre Anhänger stellen das Ringen mit ihrem Erzfeind als Kampf zwischen Gut und Böse dar. Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg wollte Timoschenko nun ihre Sicht durchsetzen, dass sie im Oktober 2011 aus politischen Gründen zu sieben Jahren Haft wegen Amtsmissbrauchs verurteilt wurde.

Wegen andauernder Schmerzen ist die streitbare Vollblutpolitikerin vor rund einem Jahr in der Stadt Charkow vom Straflager in eine Klinik verlegt worden. Ihrer schlechten Gesundheit zum Trotz zeigt sich die charismatische Timoschenko hinter Gittern ungebrochen. Die Justiz ermittelt aber noch in anderen Verfahren gegen sie.

Nicht mehr alleinige Anführerin

In ihrer Vaterlandspartei ist Timoschenko allerdings nicht mehr die alleinige Anführerin. Zwar wurde sie bereits demonstrativ zur Kandidatin für die Präsidentenwahl 2015 ernannt. Allerdings bringen sich auch Parteigrössen wie Fraktionschef Arseni Jazenjuk in Stellung.

Die in der Industriestadt Dnjepropetrowsk geborene Timoschenko stieg durch die Privatisierungswelle nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 zur reichen "Gasprinzessin" auf. Politische Gegner werfen der zierlichen Frau mit Blick auf deren Privatvermögen vor, keine saubere Weste zu besitzen. Für viele auch in Westeuropa ist Timoschenko mit dem markanten blonden Haarkranz aber immer noch ein Symbol der prowestlichen Orangenen Revolution von 2004.

Als "Botschafterin" vertritt Tochter Jewgenija die Interessen der Mutter bei Reisen durch Europa. Ehemann Alexander flüchtete nach Prag. Er wirft der ukrainischen Justiz politische Verfolgung vor.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS