Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Thomas Limberger hat wieder einmal zu viel versprochen: Nach dem Verlust im Jahr 2009 kündigte er als Chef des Industriekonzerns Von Roll vor einem Jahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen an. Daraus wurde nichts. Trotz der weltweiten Konjunkturerholung schrieb Von Roll auch im Jahr 2010 Verlust.

Unter dem Strich stand Ende Dezember 2010 ein Minus von 7,5 Mio. Fr. nach einem Defizit von 11,3 Mio. Fr. zwölf Monate zuvor. Für ein Loch in der Kasse sorgte Limberger selber, der Ende November seinen Stuhl räumen musste: Sein Lohn stieg von 2,5 Mio. auf 3,9 Mio. Franken, weil er eine Abgangsentschädigung von 2,1 Mio. Fr. erhielt, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Neben Limberger mussten auch andere Miglieder seiner Konzernleitung im vergangenen Jahr gehen. Deshalb verfielen die Optionen, die der Konzernleitung zugeschanzt worden waren, weil die Bezugsberechtigten vor dem Ausübungsdatum das Unternehmen verlassen hatten.

Phantasien beflügelt

Bereits in seiner Zeit als Konzernchef von OC Oerlikon hatte Limberger nicht nur mit seinem forschen Auftreten, sondern auch mit seinem Gehalt für Schlagzeilen gesorgt: 2007 verzichte er auf einen Teil seiner Entschädigung von insgesamt 26 Mio. Franken, nachdem sein Lohn in der Öffentlichkeit zum Sinnbild der Abzocker auf den Chefetagen geworden war.

Limberger hatte OC Oerlikon zur schweizerischen General Electric machen wollen, wurde aber nach zwei Jahren nach einem Krach mit dem Verwaltungsratspräsidenten Georg Stumpf im Jahr 2007 rausgeworfen. Wenige Monate später holte ihn der Milliardär und Grossaktionär August von Finck zu Von Roll.

Und bei Von Roll heizte Limberger erneut die Phantasien an. Im Solar-Geschäft kündigte er eine Pilotanlage zur Herstellung neuartiger gedruckter Solarzellen an. "Dem ist defintiv nicht so", sagte Limbergers Nachfolger als Von-Roll-Chef, Matthias Oppermann, auf der Bilanzmedienkonferenz in Zürich.

Operativ konnte sich der Konzern verbessern. Dank eines harten Sparprogramms mit dem Abbau von 500 Stellen im Jahre 2009 erzielte Von Roll einen Betriebsgewinn von 10,8 Mio. Fr. nach einem operativen Verlust von 8,5 Mio. Fr. im Vorjahr. Der Umsatz stieg ganz leicht um 0,9 Prozent auf 554,2 Mio. Franken. Währungsbereinigt wäre Von Roll um 4,3 Prozent gewachsen.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS