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Vor der Europa League ist für YB auch vor dem Spitzenspiel

Die Young Boys und Lugano wollen ihre Formkurve der letzten Wochen am vierten Spieltag der Europa League bestätigen. Ein Sieg würde beiden Super-League-Vertretern gut anstehen.

In der heimischen Liga läuft es den Young Boys wie geschmiert. In den letzten sieben Spielen resultierte nur beim überraschenden 1:2 in Lausanne nicht das Punktemaximum, und dies bei einem Torverhältnis von 21:5. Der Fehltritt im Waadtland war der einzige in den 13 Pflichtspielen seit Ende August. Aber: In diese Zeitspanne fallen auch jene drei Unentschieden, durch die YB in der Europa League nicht so richtig vom Fleck kommt.

Denn in der Gruppe B hat sich Dynamo Kiew, der nächste Gegner der Young Boys, vom Rest absetzen können. Der Zweite der ukrainischen Meisterschaft besitzt aufgrund der sieben Punkte die Chance, mit einem Auswärtssieg in Bern vorzeitig die Sechzehntelfinals zu erreichen. Entsprechend will YB-Trainer Adi Hütter die Rolle des Aussenseiters einnehmen. "Kiew bleibt der Favorit der Gruppe. Das bedeutet aber nicht, dass wir das Spiel nicht gewinnen können. Wir wollen endlich den ersten Sieg einfahren."

Hütter erwartet Dynamo Kiew nach dem 2:2 im Hinspiel (nach zweimaliger Führung der Young Boys durch Roger Assalé) körperbetont spielend und mit schnellem Umschalten. "Die Partie wird in den Zweikämpfen entschieden", glaubt der Vorarlberger.

Bei der Besetzung der Startformation dürfte das nächste Spiel zumindest eine Nebenrolle spielen. Am Sonntag trifft YB im Spitzenspiel auf Basel und kann die Leaderposition auf zehn Punkte auszubauen. Im defensiven Mittelfeld hat sich Hütter bereits am Tag vor der Partie gegen Kiew festgelegt. Anstelle des gesperrten Sékou Sanogo wird Michel Aebischer spielen und mit dem ebenfalls erst 20-jährigen Djibril Sow absichern. "Ich bin davon überzeugt, dass sie das Spiel auf ihre Art gestalten können", so Hütter. Das bedeutet vermutlich weniger physisch geprägt als Sanogo, dafür mit technisch noch feinerer Klinge.

Lugano will nachdoppeln

In der Gruppe G mit Lugano kann ebenfalls die erste Entscheidung fallen. Falls der bislang verlustpunktlose FCS Bukarest auch sein viertes Spiel (gegen Hapoel Be'er Sheva) gewinnt, ist der rumänische Rekordmeister vorzeitig für die Sechzehntelfinals qualifiziert. Sollte es zwischen Viktoria Pilsen und Lugano einen Sieger geben, würde dem FCSB auch ein Remis reichen.

Unabhängig vom Resultat der Rumänen schielt Lugano auf den zweiten Platz der Gruppe in der K.o.-Phase. Die Tessiner, die vor zwei Wochen mit dem 3:2 gegen Viktoria Pilsen den ersten Europacup-Sieg seit 15 Jahren feierten, müssen aufgrund der Ausgangslage - drei der vier Teams stehen mit drei Punkten zu Buche - auch im Rückspiel zwingend punkten. "Wir wissen um die Schwierigkeit dieser Mission", sagte Verteidiger Fulvio Sulmoni. "Pilsen ist der Favorit." Auch wenn der souveräne Leader der tschechischen Meisterschaft ohne den verletzten Innenverteidiger Roman Hubnik (ex Hertha Berlin) wird antreten müssen.

Im Gegensatz zum Heimteam - Viktoria Pilsen ist das einzige Team einer europäischen Top-40-Liga mit makelloser Bilanz (12 Spiele, 12 Siege) in der Meisterschaft - hat Lugano seit dem Saisonstart nie wirklich zur Konstanz gefunden. Die letzten Wochen und Resultate lassen allerdings auf eine Aufwärtstendenz schliessen. Zuletzt gaben die Luganesi mit dem 1:0 gegen Luzern, dem ersten Sieg in der Super League seit Ende August, den letzten Rang nach vier Runden wieder ab.

Die Statistik spricht allerdings klar gegen Lugano. Von den bislang zehn Auswärtsspielen im Europacup gingen sieben verloren und endeten zwei unentschieden. Der einzige Sieg war dafür einer mit umso mehr Prestige. Mit dem 1:0 durch einen Freistoss von José Carrasco in der 86. Minute schalteten die "Bianconeri" Ende September 1995 in der ersten UEFA-Cup-Runde im San Siro das damals miserabel in die Saison gestartete Inter Mailand aus.

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