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Vorjahressieger Chris Froome und vier seiner Herausforderer im Überblick vor der 104. Tour de France, die in Düsseldorf mit einem Zeitfahren über 14 km beginnt.

So wenige Zeitfahr-Kilometer wie noch nie - 36,5 km aufgeteilt in zwei kurze Prüfungen gegen die Uhr -, nur drei Bergankünfte, dazu mit Chris Froome der Titelverteidiger und Topfavorit, der in dieser Saison noch ohne Sieg dasteht: Die diesjährige Tour de France verspricht vor dem Grand Départ in Deutschland Spannung bis zum Schluss.

Chris Froome (GBR/32 Jahre, Team Sky, drei Tour-Gesamtsiege/2013, 2015, 2016): Der Brite dominiert die Tour zwar nicht in dem Masse, wie das der erwiesene Doper Lance Armstrong bei seinen sieben (aberkannten) Gesamtsiegen getan hat. Doch bei den letzten vier Austragungen der Frankreich-Rundfahrt wurde Froome nur einmal besiegt - 2014 von sich selbst. Damals stürzte er in der verregneten 5. Etappe nach Arenberg gleich zweimal und musste aufgeben. In den vergangenen zwei Jahren trat der Sky-Captain jedoch wieder dominant auf. Seiner bislang "grössten Herausforderung" (Froome) stellt er sich trotz in dieser Saison mässiger Resultate mit Zuversicht: "Ich fühle mich vor der Tour frischer als je zuvor. Ich stehe exakt dort, wo ich sein muss."

Quintana will mehr

Nairo Quintana (COL/27, Movistar, Tour-Zweiter 2013 und 2015, -Dritter 2016): Der Kolumbianer hat den Giro (2014) und die Vuelta (2016) schon gewonnen. In der Tour biss er sich bei seinen drei Teilnahmen jeweils an Froome die Zähne aus. Nun will Quintana mehr. "Froome bleibt für mich der Favorit. Doch ich fühle mich auch stark und werde in bester Verfassung am Start sein", verspricht der Movistar-Captain, der bei einem Triumph als erster südamerikanischer Tour-Gesamtsieger in die Geschichte einginge. Quintana kann mit Alejandro Valverde, dem Tour-Dritten von 2015, und Andrey Amador auf zwei ganz starke Adjutanten zählen.

Bardet als Hoffnung der Franzosen

Romain Bardet (FRA/26, AG2R, Tour-Zweiter 2016): Dem Franzosen wird - allen voran von seinen Landsleuten - beschieden, über das Potenzial für den Gesamtsieg bei der "Grande Boucle" zu verfügen; schon seit seinem 6. Platz 2014, aber noch mehr als Zweitem im Vorjahr hinter Dominator Froome. Ähnlich gross (184 cm), aber rund 4 kg leichter (65 kg) als der Brite, muss sich Bardet vor allem im Bereich Zeitfahren steigern. Dreieinhalb seiner vier Minuten Rückstand handelte er sich 2016 im Einzelkampf gegen die Uhr ein. "Ich sehe mich nicht auf einer Mission, um als erster Franzose seit Bernard Hinault die Tour zu gewinnen. 1985 war ich ja noch gar nicht geboren", so der Captain der AG2R-Equipe.

Porte mit starker Saison

Richie Porte (AUS/32, BMC, Tour-Fünfter 2016): Der Australier war früher Sky-Teamkollege von Froome. Bei dessen erstem und zweitem Tour-Sieg befand er sich in der Rolle des Edelhelfers. Ende 2015 erfolgte der Wechsel zu BMC. Dort steht für Porte - ähnlich wie Froome bei Sky - das komplette Team zu seiner Unterstützung bereit. Da muss sich auch ein Topfahrer wie der belgische Olympiasieger Greg van Avermaet unterordnen. Porte stand bei einer Grand Tour noch nie auf dem Podest. Trotz einer bislang starken Saison lässt sich der Tour-de-Romandie-Sieger die Favoritenrolle nicht aufdrängen: "Egal, was Chris (Froome) sagt: Nicht ich, sondern er ist der Topfavorit."

Contador zehn Jahre danach

Alberto Contador (ESP/34, Trek-Segafredo, zwei Tour-Siege/2007 und 2009): Der Spanier steht in seiner 15. und wohl letzten Profi-Saison. Es gab eine Zeit, da war Contador in dreiwöchigen Rundfahrten kaum zu schlagen. Sieben solcher Grands Tours hat er gewonnen, zwei Triumphe wurden ihm zudem wegen Dopings aberkannt. Giro (2015) und Vuelta (2014) vermochte der "Pistolero" in der jüngeren Vergangenheit nochmals zu gewinnen. "Ich will gewinnen. Ich trainiere doch nicht für einen Ehrenplatz im Gesamtklassement", so Contador, der auf diese Saison hin zu Fabian Cancellaras ehemaligem Team Trek-Segafredo gewechselt hat.

SDA-ATS