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Nun ist es amtlich: VW ist die neue Nummer Eins des weltweiten Automarkts.

KEYSTONE/EPA DPA/JULIAN STRATENSCHULTE

(sda-ats)

Volkswagen hat seinem Dauerrivalen Toyota im vergangenen Jahr nun auch nach offiziellen Zahlen den Titel des weltgrössten Autoherstellers abgejagt.

Der japanische Konzern, zu dem auch der Kleinwagenspezialist Daihatsu Moto und der Nutzwagenhersteller Hino Motors gehört, meldete am Montag den Absatz von 10,18 Millionen Fahrzeugen. Damit bleibt Toyota hinter den Verkäufen von VW von 10,3 Millionen Autos zurück.

Volkswagen hatte 2016 trotz des Dieselskandals einen Absatzrekord aufgestellt. Bei Vorstellung der VW-Zahlen am 10. Januar hatte sich bereits abgezeichnet, dass Volkswagen Toyota erstmals vom Podest stossen würde. Toyota hatte sich seit 2008 als Weltmarktführer behauptet und die Position nur im Jahr 2011 nach dem verheerenden Tsunami kurzfristig an General Motors (GM) abgegeben.

General Motors hat bisher noch keine Verkaufszahlen für 2016 vorgelegt. Es wird damit gerechnet, dass sich der US-Hersteller ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der französisch-japanischen Gruppe Renault-Nissan um den Platz als drittgrösster Autohersteller liefert.

Toyota gibt sich gelassen

Die Japaner spielten die Bedeutung des ersten Platzes beim Absatz herunter: "Wir bei Toyota sind nicht darauf fokussiert, nach Volumen zu jagen", erklärte der Konzern. Ziel sei es vielmehr, die Nummer eins bei den Kunden mit der technischen Entwicklung und Produktion immer besserer Autos zu sein, hiess es.

Während VW trotz des Abgas-Skandals zuletzt ein Absatzrückgang erspart blieb und vor allem der wichtigste Markt China die Auslieferungen im vergangenen Jahr weiter antrieb, mussten die japanischen Konkurrenten in den USA und damit auf einem ihrer wichtigsten Märkte einen leichten Rückgang hinnehmen.

Auch Volkswagen verbuchte in den USA - dort war die Abgas-Affäre im September 2015 bekanntgeworden - zwar ein Minus von 2,6 Prozent. In der Volksrepublik China brachte der Konzern jedoch knapp 4 Millionen Autos an die Kunden, ein starker Zuwachs von 12,2 Prozent.

Pick-ups und Hybrider

Derweil schickt sich Toyota an, den weltweiten Absatz in diesem Jahr weiter zu steigern. 10,2 Millionen Autos haben sich die Japaner als Verkaufsziel für 2017 vorgenommen. Damit würden sie im nunmehr vierten Jahr in Folge die Marke von 10 Millionen Stück übertreffen.

Die Produktion der Toyota-Gruppe dürfte 2017 auf einen Rekord von 10,36 Millionen Fahrzeugen steigen, wie der Konzern Ende vergangenen Jahres mitgeteilt hatte. Man rechnet unter anderem damit, dass die Verkäufe von Pick-ups auf dem US-Markt sowie von Hybridautos in Europa solide bleiben.

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SDA-ATS