Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Das neue Grossrats-Gebäude setzt mit dem hohen Dach einen neuen Akzent in der Silhouette der Altstadt von Lausanne.

KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

(sda-ats)

Nach 15 Jahren im Exil können die Mitglieder des Waadtländer Kantonsparlaments wieder in ein Halbrund am historischen Sitz des Grossen Rates in Lausanne zurückkehren. Ein Brand hatte das alte Parlamentsgebäude 2002 zerstört.

Bei der Rückkehr am Karfreitag finden die 150 Mitglieder des Grossen Rates aber ein völlig neues Gebäude vor. Die Kantonsbehörden suchten sich den 14. April aus, weil an diesem Datum im Jahr 1803 der Kanton Waadt der Eidgenossenschaft beigetreten war.

Der Waadtländer Staatsrat Pascal Broulis (FDP) zeigte sich bei einer Führung am Freitag erleichtert, dass das Parlament 15 Jahre nach dem Brand bald eröffnet werden kann. "Wir haben endlich den Weg gefunden."

Der Eröffnung ging ein langes Seilziehen voraus. Zunächst wurde das pyramidenförmige Dach als zu gross kritisiert und die geplante Metallfläche als störend für das Bild der Altstadt mit der historischen Kathedrale angeprangert.

Die Gegner gingen bis vor Bundesgericht und lancierten ein Referendum. Der Kanton konnte die Volksabstimmung jedoch verhindern, indem er das Dach weniger voluminös gestaltete und für die Dachfläche rote Ziegel einsetzte.

Blick auf den See

Herausgekommen ist ein modernes Gebäude mit einer Glasfront zum Genfersee und zur Stadt hin und viel Holz. Die Tische des Halbrunds sind schwarz und die hohe Decke und die Holzverkleidung bilden eine exzellente Akustik.

"Man wird auch ohne Mikrofon gehört", sagte Pascal Broulis bei der Führung. Dennoch sind die 150 Plätze je mit einem Mikrofon ausgerüstet. Vor dem Parlamentsgebäude werden Ende März noch 157 Chasselas-Stöcke gepflanzt - die traditionelle Waadtländer Rebsorte.

Gestritten wurde auch über die Arbeitsplätze für die Medienschaffenden. Zunächst waren sie im Parlamentssaal vorgesehen, wie im Provisorium im Palais de Rumine, wo sich auch ein Teil der Kantonsbibliothek sowie das Kunstmuseum befinden.

Guy Parmelin zur Einweihung erwartet

Bei Planungsanpassungen wurden die Journalistenplätze auf die Tribüne verlegt. Dagegen hatte ein Kollektiv von rund 40 Waadtländer Journalisten vergeblich protestiert.

Nun müssen sie sich mit den Parlamentarier in einer Halle zu Gesprächen treffen. Für den Bau waren 25 Millionen Franken budgetiert, was nicht ganz ausreichte. Ein Nachtragskredit von 2,4 Millionen Franken war notwendig.

Bei der Einweihung am Karfreitag wird mit Bundesrat Guy Parmelin ein hoher Gast erwartet, der selber im alten Parlament als Grossrat tätig war. Die Waadt wird die Eröffnung mit einer Zeremonie mit 1000 Gästen in der Kathedrale feiern, bevor die Türen des Parlaments am Nachmittag für die Bevölkerung geöffnet werden.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS