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Laut Festivalpräsident Marco Solari muss das Filmfestival Locarno weiterhin wachsen, um keine Rückschritte zu machen. Er beurteilt diese Entwicklung jedoch auch als problematisch : "Je grösser ein Festival wird, desto fragiler wird es", sagte Solari in einem Interview mit "Le Temps" vom Samstag.

Als er das Präsidium des Festivals übernommen habe "wollte ich es 'too big to fail' machen", sagte Solari. Es gebe 3000 Filmfestivals weltweit, aber nur die ersten zwölf zählten wirklich. "Wachstum ist wichtig, ja unumgänglich, aber immer auch problematisch, weil das Leben eines Festivals festen Gesetzmässigkeiten unterliegt."

Darunter fielen etwa die Einnahmen, die unter anderem vom Wetter abhingen und die Kosten, die nicht zuletzt je nach Herkunft der Gäste variierten. Beide Aspekte seien sehr ungewiss, unterstreicht Solari im Zeitungsinterview.

Zudem sei das Festival an eine Einheit von Ort und Zeit gebunden: "Locarno während zehn Tagen. Wir haben noch einige Verbesserungsmöglichkeiten, aber man kann leider nicht mehr Hotels aufstellen."

Qualitätsdruck nimmt zu

Mit zunehmender Grösse könne sich ein Festival immer weniger Fehler erlauben. Wenn ein kleiner Veranstalter bei der Auswahl der Filme eine schlechte Wahl treffe, merke das kaum jemand. Das Filmfestival Locarno könne sich einen solchen Fehler aber nicht mehr erlauben.

Das Filmfestival Locarno hat ein Budget von 12,5 Millionen Franken, 44 Prozent davon wird von der öffentlichen Hand subventioniert: 2,5 Millionen trägt der Kanton Tessin, rund 2 Millionen der Bund und den Rest die Stadt Locarno und umliegende Gemeinden. Unter den vier grössten privaten Sponsoren ist die Swisscom, die den Vertrag bis 2016 verlängern wird, wie Solari sagte.

Das 66. Filmfestival in Locarno dauert vom 7. bis 17. August. Erwartet werden in den 10 Tagen weit über 100'000 Zuschauer.

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SDA-ATS