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Das Verfassungsgericht von Gabun hat die Wiederwahl von Staatschef Ali Bongo bestätigt. (Archiv)

Keystone/AP/FRANK FRANKLIN II

(sda-ats)

Einen Monat nach der umstrittenen Wiederwahl von Staatschef Ali Bongo in Gabun hat das Verfassungsgericht des zentralafrikanischen Landes das Ergebnis bestätigt. Das Gericht in Libreville wies den Einspruch des Oppositionspolitikers Jean Ping gegen die Wahl zurück.

Bongo habe die Abstimmung vom 27. August knapp mit 50,66 Prozent der Stimmen gewonnen, auf Ping seien 47,24 Prozent der Stimmen entfallen, erklärte das Gericht in der Nacht auf Samstag.

Nachdem er die Rückendeckung der Justiz erhalten hatte, wandte sich der 57-jährige Staatschef in einer Fernsehansprache an die Öffentlichkeit. "Ich rufe alle politisch Verantwortlichen, und auch die unterlegenen Kandidaten der Wahl vom 27. August, zum Dialog auf", sagte Bongo.

Zugleich waren in der Hauptstadt Libreville Sicherheitskräfte aufmarschiert, um mögliche Proteste zu unterbinden. Nach der Bekanntgabe des Wahlsieges des Amtsinhabers am 31. August hatte es tagelang heftige Proteste von Regierungsgegnern gegeben, in deren Verlauf mehrere Menschen getötet wurden. Das Parlament war in Brand gesetzt worden, zahlreiche Geschäfte in Libreville wurden zerstört.

Pings Sprecher sagte zur Entscheidung des Verfassungsgerichtes, es gebe keinen Zweifel daran, dass Ping die Präsidentenwahl gewonnen habe. Der ehemalige Kommissionspräsident der Afrikanischen Union (AU) werde am Samstagvormittag eine Erklärung abgeben. Die Regierung hatte Ping mit Inhaftierung gedroht, sollte er "die rote Linie" überschreiten.

Gabun wird seit fast 50 Jahren von der Familie Bongo beherrscht. Ali Bongo trat das Präsidentenamt 2009 nach dem Tod seines Vaters Omar an, der 41 Jahre lang Staatschef des zentralafrikanischen Landes war.

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SDA-ATS