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Die Feuerwehr auf Korsika ist seit Wochen im Einsatz gegen Waldbrände (Archiv)

KEYSTONE/AP/RAPHAEL POLETTI

(sda-ats)

Auf der Mittelmeerinsel Korsika wüten weiter Waldbrände: Wie die Feuerwehr am Sonntag mitteilte, waren die Brände, die seit Donnerstagnacht etwa 20 Quadratkilometer Land vernichteten, noch nicht unter Kontrolle.

"Die Flammen in Pietracorbara haben sich stark wieder entfacht", teilte die Feuerwehr zu den Bränden im Norden der Insel mit. Auch im Westen Korsikas dauerten die Brände weiter an.

60 Rettungskräfte versuchten am Sonntag ein Feuer in der Nähe der Stadt Calvi zu löschen, das bislang rund einen Quadratkilometer Waldfläche zerstörte. "Wir springen zwischen beiden Bränden hin und her", teilte die Feuerwehr mit.

200 Feuerwehrleute, ein Löschflugzeug und mehrere Helikopter waren im Einsatz, um die Brände unter Kontrolle zu bringen. Nach Angaben der Rettungskräfte flammten die Brände trotz einer Windstille wieder auf. "Zurzeit gehen viele Notrufe bei uns ein", teilte die Feuerwehr mit. Bei den Feuern wurde aber niemand verletzt.

Touristen wieder zurück

Im Norden Korsikas waren wegen der sich ausbreitenden Flammen knapp 1000 Menschen vorsorglich in Notunterkünfte gebracht worden. Bei der Mehrzahl von ihnen handelte es sich um Wanderer und Camping-Touristen. Sie konnten am Samstagmittag aber wieder in ihre Unterkünfte zurückkehren.

Die Polizei nahm in der Nacht zum Freitag einen Mann unter dem Verdacht fest, in der 40'000-Einwohner-Stadt Bastia im Nordosten fünf Brände gelegt zu haben. Die Staatsanwaltschaft will Ermittlungen gegen den mutmasslichen Brandstifter einleiten.

Seit Mitte Juli sind der Süden Frankreichs und Korsika immer wieder von Waldbränden betroffen. Insgesamt wurden dabei mehr als 70 Quadratkilometer Land vernichtet.

Grossbrände unter Kontrolle

Auch in Portugal kämpften insgesamt rund 1800 Feuerwehrleute gegen zehn grosse Brände. In der Gegend um die Stadt Abrantes im Zentrum des Landes konnte ein grosses Feuer, das dort seit Mittwoch wütete, unter Kontrolle gebracht werden.

Mehr als 500 Feuerwehrmänner, fast 200 Löschfahrzeuge und drei Helikopter blieben aber sicherheitshalber in Alarmbereitschaft. Der zweite Grossbrand bei Alvaiazere in der zentralen Region Leiria war am Samstagnachmittag ebenfalls unter Kontrolle.

Hitze und Brände in Griechenland

Auch in Griechenland war die Waldbrandgefahr weiterhin hoch. Es gab Dutzende Feuer. Ein weiterer grosser Brand wütete seit Samstagmittag auf der griechischen Insel Zakynthos. Starker Wind fachte die Flammen in der Nacht zum Sonntag weiter an und trieb das Feuer bis in die Nähe des Dorfes Agálas im Süden der Insel.

Auch im Rest des Landes führten die grosse Hitze und der heisse, trockene Wind der vergangenen Tage zu Problemen. Bis Sonntagmorgen verzeichnete die griechische Feuerwehr mehr als 50 neue Brandherde.

SDA-ATS