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Die Marienwallfahrt im Norden von Mexiko-Stadt ist von einem schweren Verkehrsunfall überschattet worden. Dabei starben rund ein Dutzend Pilger.

KEYSTONE/EPA EFE/SASHENKA GUTIERREZ

(sda-ats)

Bei einer Marienwallfahrt in Mexiko sind elf Pilger tödlich verunglückt. Das Auto der Gläubigen stiess auf der Landstrasse zwischen Mexiko-Stadt und Puebla im Zentrum des Landes mit einem anderen Fahrzeug zusammen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Acht der Opfer seien noch am Unfallort gestorben, drei später im Spital. Weitere Menschen wurden bei dem Unfall verletzt. Die Pilger waren auf dem Rückweg von der Basilika der Jungfrau von Guadalupe in Mexiko-Stadt, wo Millionen Katholiken der Gottesmutter huldigten.

Insgesamt besuchten seit dem Wochenende 7,28 Millionen Gläubige die Kirche im Norden der Millionenmetropole, wie die Stadtverwaltung am Dienstag zum Abschluss der Wallfahrt mitteilte. Sie sangen vor dem Gemälde der dunkelhäutigen Gottesmutter das Volkslied "Las Mañanitas", sprachen Fürbitten und feierten Gottesdienste. Im Mittelpunkt der Gebete standen in diesem Jahr die Opfer der jüngsten Erdbeben und die freiwilligen Helfer.

"Hoch leben die Familien, die ein starkes und fröhliches Land wieder aufbauen", sagte ein Priester in seiner Predigt. "Sie leben hoch, sie leben hoch", riefen die Gläubigen und reckten die Faust in die Höhe, wie es die Rettungskräfte bei der Bergung der Verschütteten taten, um für Ruhe zu sorgen.

Zwei schwere Erdbeben hatten im September Mexiko erschüttert: Bei einem Beben der Stärke 8,2 im Süden des Landes waren etwa 100 Menschen ums Leben gekommen. Bei einem Erdstoss der Stärke 7,1 knapp zwei Wochen später in Mexiko-Stadt und dem Umland wurden mehr als 360 Menschen getötet. Die Beben verursachten erhebliche Schäden, viele Menschen sind noch immer obdachlos.

Eine der grössten Wallfahrten weltweit

Nach den Erdbeben erfasste Mexiko eine Welle der Solidarität. Vor allem viele junge Menschen beteiligten sich freiwillig an den Bergungs- und Rettungsarbeiten. Die jungen Leute seien "gesegnet unter den Generationen", sagte der Generalvikar der Basilika, Enrique Glennie Graue, in einer Predigt.

Die Wallfahrt zur Basilika der Jungfrau von Guadalupe gilt als eine der grössten weltweit. Zahlreiche Menschen kampierten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt vor der Basilika. Es seien fünf grosse Zelte für Frauen, Kinder und alte Menschen aufgestellt und zahlreiche Decken verteilt worden, teilte die Stadtverwaltung mit. Über 4000 Menschen wurden medizinisch versorgt und mehr als 200'000 Liter Trinkwasser verteilt.

Die Legende um die Jungfrau geht auf das Jahr 1531 zurück. Eine dunkelhäutige Maria soll einen Indio nahe Mexiko-Stadt mit dem Bau einer Kapelle beauftragt haben. Heute gilt die Jungfrau von Guadalupe als Schutzpatronin Mexikos.

Viele Gläubige pilgern von ihren Dörfern tagelang zu Fuss oder per Fahrrad in die Hauptstadt, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Oft tragen sie Marienbilder oder Kruzifixe aus ihren Dorfkirchen vor sich her. Manche Pilger legen die letzten Meter bis zur Basilika auf Knien zurück.

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SDA-ATS