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Der FSV Mainz 05 trennt sich per sofort von seinem Schweizer Trainer Martin Schmidt.

Dies teilte der Tabellen-15. der abgelaufenen Bundesliga-Saison am Montag auf seiner Homepage mit. Der Vertrag des 50-jährigen Wallisers ist noch bis 2018 gültig. Schmidt war seit Februar 2015 Trainer von Mainz.

Die ersten beiden Saisons hatte Mainz unter Schmidt mit Rang 11 nach dem ersten Halbjahr (Übernahme bei Rang 14) beziehungsweise einem verblüffenden 6. Rang und der Qualifikation für die Europa League abgeschlossen.

"Gemeinsamer Entscheid"

In dieser Saison sicherte erst der 4:2-Derby-Sieg gegen Eintracht Frankfurt am vorletzten Spieltag den Mainzern den Klassenerhalt. "Martin Schmidt hätte seinen Vertrag nach 2018 nicht verlängert", sagte Manager Rouven Schröder bei einer Medienkonferenz. In einer Klubmitteilung ist von einem "gemeinsamen Entscheid" die Rede.

"Wir brauchen einen neuen Impuls. Und für uns ist auch die mittelfristige Planung wichtig. Martin Schmidt hätte seinen Vertrag nach 2018 nicht verlängert", erklärte Schröder und betonte: "Er hat einen tollen Job gemacht und diesen Verein geprägt. Er hat das Team in einer schwierigen Situation übernommen und danach direkt in die Europa League geführt. Mit dem Klassenerhalt hat er jetzt noch einmal so etwas wie eine Mission erfüllt."

Als designierter Nachfolger gilt Mainz' U23-Trainer Sandro Schwarz. Eine Bestätigung steht indes noch aus. Der 38-Jährige ist mit der 2. Mannschaft der Mainzer aus der 3. Liga abgestiegen, hat aber intern ein hohes Ansehen. Zudem hatte der FSV zuvor schon Schmidt und auch den heutigen Dortmunder Coach Thomas Tuchel intern befördert.

Mitte April schon vor der Ablösung

Im Frühjahr dieses Jahres war Mainz unter Martin Schmidt in eine Krise geschlittert. Es gab fünf Niederlagen in Serie und nur zwei Siege aus 13 Spielen bis Mitte April. Damals machte immer wieder machte eine mögliche Entlassung Schmidts in den Medien die Runde - nachdem der Walliser davor noch als Wunschkandidat für die Nachfolge des später bei Bayer Leverkusen entlassenen Roger Schmidt gehandelt worden war.

Vor einem Monat sprachen die Verantwortlichen dann Martin Schmidt das Vertrauen aus - allerdings nur bis Saisonende. Nun folgte die Trennung. Insgesamt absolvierte er 81 Pflichtspiele als Trainer der ersten Mannschaft und errang dabei 29 Siege und 18 Unentschieden. Davor war er seit 2010 im Nachwuchs der Rheinhessen.

Schmidt war erst der fünfte Trainer in der Bundesliga-Geschichte des Klubs. 2004 stieg der Verein unter Jürgen Klopp zum ersten Mal in die erste Bundesliga auf.

Vor seiner Beförderung war Schmidt seit 2010 im Mainzer Nachwuchs tätig. Die Rheinhessen waren an einem Junioren-Turnier auf den damaligen U21-Trainer des FC Thun aufmerksam geworden und verpflichteten ihn bald darauf.

SDA-ATS

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