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Das Bild des IS-Sprachrohrs Amak soll Kämpfer der Terrormiliz vor Palmyra zeigen: Bei der Eroberung der Wüstenstadt könnten Waffen in die Hände der Extremisten gefallen sein.

KEYSTONE/AP Amaq News Agency

(sda-ats)

Bei ihrer Flucht aus der antiken Wüstenstadt Palmyra haben die syrischen Soldaten nach US-Angaben zahlreiche Waffen zurückgelassen. Diese sind der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in die Hände gefallen.

Die Truppen der syrischen Armee hätten Palmyra "sehr schnell" verlassen, sagte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums am Dienstag. "In der Folge hat der IS das gesamte Material übernommen, das vom Regime vor Ort gelassen wurde. Dies könnte gepanzerte Fahrzeuge und Artillerie umfassen."

Die Extremisten hatten Palmyra acht Monate nach ihrer Vertreibung aus der Stadt am Sonntag zurückerobert, obwohl zeitweise russische Kampfjets Luftangriffe zur Unterstützung der syrischen Einheiten flogen. Die Terrormiliz hatte Palmyra erstmals im Mai 2015 eingenommen. Während ihrer Herrschaft zerstörten die IS-Kämpfer dort zahlreiche einzigartige Kulturgüter.

Washington verwies darauf, dass Palmyra wohl deshalb von der syrischen Armee aufgegeben werden musste, weil sich diese völlig auf den Kampf um die Grossstadt Aleppo konzentriert habe. Moskau, das den syrischen Machthaber Baschar al-Assad militärisch unterstützt, hatte am Montag mangelnde Kooperationsbereitschaft der USA für den Verlust von Palmyra verantwortlich gemacht.

Berichte über Giftgas

Die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) geht derweil Berichten nach, dass bei Luftangriffen in der Nähe von Palmyra chemische Kampfstoffe zum Einsatz gekommen sein könnten. Die Vorwürfe in Medienberichten seien ernst zu nehmen, erklärte die Organisation am Dienstag.

Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte kamen bei Luftangriffen am Montag in der IS-kontrollierten Gegend in der Nähe von Palmyra 53 Zivilisten, darunter 16 Kinder, ums Leben - einige durch Ersticken. Den Vorwurf eines Chemiewaffen-Angriffs machte sich die Beobachtungsstelle zunächst nicht zu eigen, die sich auf ein Netz von Aktivisten in Syrien stützt und deren Angaben von unabhängiger Seite meist nicht überprüft werden können. Unklar war auch, ob russische oder syrische Flugzeuge die Angriffe flogen.

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SDA-ATS