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Wasserqualität am Great Barrier Reef hat sich angeblich verbessert

Dieser Inhalt wurde am 12. Juni 2014 - 10:06 publiziert
(Keystone-SDA)

Die Wasserqualität am weltberühmten Great Barrier Reef hat sich laut den australischen Behörden verbessert. Der Umweltminister des Bundesstaates Queensland, Andrew Powell, legte einen Bericht vor, der die seit 2009 getätigten Massnahmen für das Korallenriff auflistet.

Weil seitdem weniger Schadstoffe ins Meerwasser gelangt seien, werde sich der Zustand des Riffs verbessern, sagte Powell. Er sei zuversichtlich, dass die UNO-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) das Riff daher doch nicht auf die Liste der bedrohten Welterbestätten setzen werde.

Die Einleitung von Pestiziden aus der Landwirtschaft sei seit 2009 um 28 Prozent zurückgegangen, erklärte der Minister. Ausserdem seien 16 Prozent weniger Stickstoff ins Meer gespült worden.

Stickstoff und andere Düngemittel sind für das Riff besonders gefährlich, weil sie zu einer Vermehrung des Dornenkronenseesterns beitragen, der sich von Korallen ernährt.

Einstufung als Welt-Naturerbe umgehen

Das Great Barrier Reef vor der Ostküste Australiens bedeckt eine Fläche von mehr als 300'000 Quadratkilometern. Es ist ein bedeutendes Touristenziel, aber durch Umweltverschmutzung und den Klimawandel stark bedroht.

In den vergangenen 30 Jahren verlor es Wissenschaftlern zufolge mehr als die Hälfte seiner Korallen. Die UNESCO hat deshalb damit gedroht, das Riff als bedrohtes Welt-Naturerbe einzustufen. Das UNESCO-Welterbekomitee berät darüber Ende Juni in Doha.

In dem Bericht, den die australische Regierung bei der Konferenz vorlegen will, geht es allerdings nur um die Wasserqualität und nicht um ebenfalls umstrittene Hafenprojekte am Great Barrier Reef.

Erst im Dezember hatte die australische Regierung den Ausbau des Kohlehafens Abbot Point genehmigt. Drei Millionen Kubikmeter Sand müssten dafür in den Gewässern nahe des Korallenriffs ausgebaggert werden. Umweltschützer sehen in den Plänen eine Gefahr für das Riff.

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