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Wawrinka gegen Djokovic auf verlorenem Posten

Stan Wawrinka unterliegt an den ATP-Finals in London in seinem zweiten Gruppenspiel dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic 3:6, 0:6, hat aber weiterhin Chancen auf die Halbfinal-Qualifikation.

Am Ende ging alles sehr schnell, zu schnell für Stan Wawrinka, der im 19. Duell mit Djokovic seine empfindlichste von insgesamt 16 Niederlagen kassierte. Nachdem der Serbe für den Gewinn des ersten Satzes noch 41 Minuten gebraucht hatte, entschied er den zweiten in 22 Minuten mit 6:0 für sich. Ganze sieben Punkte gestand der Titelverteidiger im zweiten Durchgang seinem Gegenüber zu, dem sichtlich der Glauben fehlte, an diesem Abend gegen die Weltnummer 1 etwas ausrichten zu können.

Eine Stunde zuvor hatte nichts auf eine einseitige Partie hingedeutet. Die Partie in der mit knapp 18'000 Zuschauern fast voll besetzten O2-Arena im Osten Londons hatte für Wawrinka ausgezeichnet begonnen. Bereits im ersten Game schaffte der Australian-Open-Sieger im dritten Anlauf das Break, das er dank einem seinerseits abgewehrten Breakball zu bestätigen vermochte, womit er nach zwölf Minuten 2:0 in Führung lag. Danach kippte aber das Spiel. Djokovic gewann 17 der nächsten 18 Ballwechsel und sorgte damit für eine Vorentscheidung im ersten Satz, auch wenn der Romand noch zwei Satzbälle abzuwehren vermochte.

Aufgrund der Niederlage verpasste Wawrinka die erste Gelegenheit, sich den Platz in der Runde der letzten vier zu sichern. Die Chancen der Weltnummer 4, auch bei seiner zweiten Masters-Teilnahme in die Halbfinals vorzustossen, sind aber trotz der deutlichen Niederlage weiterhin intakt. Gewinnt Wawrinka seine abschliessende Partie am Freitag gegen den bislang enttäuschend auftretenden Marin Cilic, gegen den der Schweizer sieben von neun Partien gewonnen hat, dürfte er aller Wahrscheinlichkeit nach die Gruppe als Zweiter beenden, da Djokovic auch in seinem letzten Gruppenspiel gegen Tomas Berdych haushoher Favorit ist.

Gewinnt Djokovic in London zum dritten Mal in Folge, wäre er der erste Spieler seit Ivan Lendl (1985 bis 1987), dem der Masters-Hattrick gelingen würde. Und mit einem weiteren Sieg am Freitag zum Abschluss der Vorrunde gegen Berdych könnte sich Djokovic die Nummer 1 im ATP-Ranking Ende Jahr definitiv sichern, zum dritten Mal nach 2011 und 2012.

Am Nachmittag war Tomas Berdych beim 6:3, 6:1 gegen Marin Cilic zu seinem ersten Sieg in diesem Turnier gekommen. In 74 Minuten rehabilitierte sich Berdych (ATP 7) für die klare Niederlage im Auftaktspiel gegen Wawrinka, gegen den der Tscheche in weniger als einer Stunde nur zwei Games gewonnen hatte. Gegen den US-Open-Sieger Cilic trat Berdych wesentlich stärker auf. Er schaffte gleich im ersten Aufschlagspiel des Kroaten das Break und war in der Folge der deutlich konstantere Spieler.

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