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Tennis - Stanislas Wawrinka erreicht zum zweiten Mal in seiner Karriere beim Masters 1000 den Final. Der Waadtländer schlägt Tomas Berdych 6:3, 4:6, 6:4 und spielt gegen Rafael Nadal um den Titel.
Erst um 4.00 Uhr kam Wawrinka in der Nacht auf den Samstag ins Hotel zurück, nachdem er Jo-Wilfried Tsonga im Viertelfinal bezwungen hatte. 15 Stunden später stand er schon wieder auf dem Platz. Von Müdigkeit war dem Schweizer aber nichts anzumerken. Im Gegenteil: Er war von Beginn weg hellwach und startete mit einem Break in die Partie, dass er nicht ohne Mühe bis 5:3 verteidigte.
Drei Breakchancen von Berdych musste er zunichte machen, bevor er dem Tschechen bei 5:3 nochmals den Service abnahm. Wawrinka machte aber den sichereren Eindruck und war letztlich auch effizienter als die Nummer 6 der Welt, die am Freitag Andy Murray eliminiert hatte. Der 28-Jährige kontrollierte die Ballwechsel geschickt, wartete geduldig auf seine Chance und gab seinem Gegenüber nur wenige einfache Punkte.
Erst Mitte des zweiten Satzes kam Berdych besser auf. Er profitierte davon, dass die Bälle von Wawrinka nun öfters zu weit flogen. Mit dem Break zum 5:4 schaffte der Tscheche die Entscheidung im zweiten Umgang und schien danach spätesten nach dem 4:2 im dritten Satz auf Siegkurs. Doch Wawrinka zeigte wieder einmal seine unglaublichen Kämpferqualitäten und machte vier Games in Serie zum Sieg.
Zurück in den Top 10
2008 in Rom stand Wawrinka zum bisher einzigen Mal bei einem Masters 1000 im Endspiel. Er verlor damals gegen Novak Djokovic. Nun bekommt er es mit einem anderen Schwergewicht zu tun. Nadal, der im Halbfinal beim 6:0, 6:4 gegen seinen Landsmann Pablo Andujar (ATP 113) keinerlei Probleme bekundet, bestreitet am Sonntag seinen 78. ATP-Final. Für Wawrinka wird es der zwölfte sein. Achtmal standen sich Nadal und Wawrinka gegenüber. Der Weltranglisten-15. konnte noch nie einen Satz gewinnen.
Wie auch immer der Final am Sonntag (ab 16.00 Uhr) ausgeht, für Wawrinka ist dieses Turnier bereits ein voller Erfolg. Er wird am Montag erstmals seit 2008 wieder in den Top 10 klassiert sein und mit mindestens 313'000 Euro den grössten Check seiner Karriere entgegennehmen können.

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SDA-ATS