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Stan Wawrinka schiedet am Masters-1000-Turnier in Paris im Halbfinal aus. Der Weltranglistenvierte unterlag dem Titelverteidiger Novak Djokovic 3:6, 6:3, 0:6.

Der Serbe feierte seinen 21. Sieg in Serie. Djokovics Gegner im Final ist der Schotte Andy Murray, der im ersten Halbfinal den Spanier David Ferrer 6:4, 6:3 bezwang.

Beim Stand von 1:4 und 30:30 hatte Wawrinka sein Racket mehrmals auf den Oberschenkel geschlagen. Damit drückte er unmissverständlich aus, dass er mit der Beinarbeit nicht zufrieden war. Dass ihm etwas die Frische fehlte, war allerdings nichts als logisch, hatte es doch am Vorabend bis um 1.11 Uhr gedauert, ehe er Rafael Nadal, den er im 16. Duell zum dritten Mal bezwang, mit 7:6, 7:6 niedergerungen hatte. Zwar kam der Schweizer im ersten Satz mehrmals in die Nähe eines Servicedurchbruchs, einen Breakball konnte er sich aber nicht erspielen.

Nachdem Wawrinka im zweiten Satz gleich seinen ersten Aufschlag abgegeben hatte und Djokovic das Break zu Null bestätigte, schien die Partie ein schnelles Ende zu nehmen. Doch plötzlich spielte der Romand wie verwandelt, gewann er fünf Games in Serie - beim Stand von 4:2 wehrte er drei Breakbälle des Serben ab. Nach dem 5:3 servierte er den Durchgang zu Null souverän nach Hause. Damit beendete er eine fantastische Serie von Djokovic, hatte doch dieser zuvor 29 Sätze hintereinander gewonnen.

Djokovic reagierte allerdings im Stile eines Champions. Der Weltrangliste-Erste wandelte die Wut in positive Energie um, sicherte sich im finalen Set die ersten sieben Punkte und nutzte den dritten Breakball zum 2:0. Danach holte er ein 0:30 auf, worauf der Widerstand von Wawrinka gebrochen war. Im Head-to-Head steht es nun 19:4 für Djokovic.

Der Gegner im Endspiel ist Andy Murray. Der Schotte setzte sich in seinem ersten Halbfinal beim Turnier in Paris gegen den Spanier David Ferrer 6:4, 6:3 durch. Murray wird den im Achtelfinal ausgeschiedenen Roger Federer am Montag in der Weltrangliste wieder als Nummer 2 ablösen. Und die Chancen sind hervorragend, dass er auch nach den ATP-Finals in London vor dem Baselbieter klassiert sein wird. Gewinnt Murray den Final in Paris, kann ihn Federer ohnehin nicht mehr verdrängen. Ansonsten beträgt der Vorsprung von Murray 1130 Punkte. In London sind maximal 1500 Punkte zu holen, zudem kann der Brite noch im Davis-Cup-Final gegen Belgien punkten.

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SDA-ATS