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Gemessen an Stimmen ist sie Wahlsiegerin: Hillary Clinton. Allein deswegen wird sie aber noch lange nicht Präsidentin. Grund ist das US-Wahlsystem. (Aufnahme von der Fernsehdebatte am 19. Oktober 2016)

KEYSTONE/EPA/GARY HE

(sda-ats)

Bei der US-Präsidentenwahl vor zwei Wochen hat die Verliererin Hillary Clinton laut einer aktuellen Zählung über zwei Millionen Stimmen mehr geholt als der Wahlsieger und designierte Präsident Donald Trump.

Landesweit liege die Demokratin um 1,5 Prozentpunkte vor dem Republikaner, berichtete am Mittwoch der "Cook Political Report". Für ihre Berechnung hatte die Website die offiziellen Auszählungsergebnisse zusammengetragen. Demnach kam Clinton landesweit auf 64'227.373 Stimmen, während Trump 62'212.752 Stimmen erhielt.

Dass Clinton die Wahl am 8. November dennoch verlor, liegt am komplexen US-Wahlsystem. Der Präsident wird nicht direkt von den Wählern bestimmt, sondern von einem Kollegium aus Wahlmännern und -frauen.

Für die Zusammensetzung des Electoral College ist aber nicht das landesweite Ergebnis entscheidend, sondern es sind vielmehr die Ergebnisse in den einzelnen Staaten. In 48 der 50 Staaten gilt dabei das Prinzip, dass der jeweilige Gewinner im Staat sämtliche dortigen Wahlleute zugeschlagen bekommt.

Dies kann wie in diesem Jahr zur Folge haben, dass ein Kandidat die Mehrheit im Electoral College erringt, der im landesweiten Ergebnis hinten liegt. So wie Clinton war es bereits im Jahr 2000 ihrem Parteifreund Al Gore ergangen. Der Wahlverlierer Gore errang damals landesweit 544'000 Stimmen mehr als der gewählte Präsident George W. Bush.

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SDA-ATS