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Silomais, Körnermais und Winterweizen sind 2012 stärker mit giftigen Fusarium-Schimmelpilzen befallen gewesen als in den Vorjahren. Dies zeigen Stichproben der Forschungsanstalt Agroscope in den Kantonen Bern und Aargau, wie die Agroscope am Donnerstag mitteilte.

Beim Winterweizen, aus dem auch Brot gemacht wird, lag ein Viertel der Ernteproben über dem Grenzwert für das Pilzgift Deoxynivalenol. Acht Prozent der Proben lagen über dem Grenzwert für das Gift Zearalenon.

Bei Silo- und Körnermais, die Tieren verfüttert werden, lagen zwischen acht und 44 Prozent der Proben über dem erlaubten Grenzwert für die beiden Gifte. Dieser ist je nach Tierart unterschiedlich festgelegt.

Diese Mykotoxine werden von Schimmelpilzen produziert, die Pflanzen befallen. Fusarienpilze sind weniger giftig als die stark Krebs erregenden Aspergillus-Pilze, können aber bei Tieren zu Fruchtbarkeits- und Immunsystemstörungen führen.

Gefahr für den Menschen bestand jedoch nicht: Eine Übertragung der Gifte auf Milch und Fleisch sei vernachlässigbar, schreibt die Agroscope.

Befallenes Erntegut unverkäuflich

Die Proben stammten von 22 Betrieben im Kanton Aargau und 42 im Kanton Bern. Ursache für den höheren Pilzbefall war das nasse Wetter im Frühling 2012. Die Agroscope informierte die Kantonsbehörden über die hohen Toxinwerte. Befallenes Erntegut darf nicht verkauft werden.

Die Forscher untersuchten weiter, was die Bauern gegen die Pilze tun können. Beim Winterweizen hilft eine geeignete Fruchtfolge, also kein Mais vor Weizen, sowie das Einarbeiten der Erntereste in den Boden.

Auch die Wahl von weniger anfälligen Sorten - die jedoch oft weniger Ertrag liefern - sei Erfolg versprechend. Beim Mais schlagen die Forscher frühreife Sorten und eine frühe Ernte vor, um dem Befall mit Schimmelpilzen zuvorzukommen.

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SDA-ATS