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Der Biathlet Benjamin Weger liefert seine bisher konstanteste Saison ab. Der Walliser zählt am Sonntag im Sprint zu den Kandidaten auf eine Medaille.

"Ich kann nun zusammenführen, was ich in den vergangenen Jahren schon zeigte. Jetzt laufe ich konstant stark und schiesse auch konstant gut", sagte der 28-Jährige drei Tage vor dem ersten seiner sechs Einsätze in Pyeongchang.

Weger ist mit seinem 9. Zwischenrang im Gesamtweltcup bereits für den Massenstart der Top 30 qualifiziert. Zuvor folgen der Sprint, die Verfolgung für die Top 60 des Sprints und das Einzel. Nach diesen vier Einsätzen stehen in der zweiten Woche noch die Mixed-Staffel und die Staffel im Programm.

13 Einsätze, elfmal in den Top 20, davon fünfmal in den Top 10. Diese Ausgangslage lässt eigentlich nur eine Medaille als Zielsetzung zu. Weger relativiert zunächst: "Ich will einfach nur guten Biathlonsport zeigen, dann ist für mich die Nummer vor dem Namen nicht entscheidend, weil es eh ein gutes Resultat gibt."

Doch auch er weiss, dass an Olympischen Spielen eigentlich nur der Podestplatz zählt. "Klar wäre es super, wenn es auch mir einmal für eine Medaille reichen würde. Aber ich bin realistisch und weiss, dass extrem viel zusammen passen muss."

Durststrecke von sechs Wintern

Weger lief zu Beginn seiner Karriere gleich viermal aufs Podest, nun hält die Durststrecke im sechsten Winter in Folge an. Insofern wäre ein Coup überfällig, zumal das Potenzial zweifelsohne vorhanden ist. Im vergangenen Winter lag der Mann aus dem Goms an den Weltmeisterschaften in Hochfilzen im Einzel über 20 km auf Medaillenkurs, ehe er im letzten Stehend-Anschlag doch noch eine Scheibe stehen liess.

Die Weltspitze in seinem Sport ist breiter geworden, das Niveau gestiegen. "Mit den Leistungen dieses Winters hätte es mir vor fünf oder sechs Jahren bestimmt das eine oder andere Mal aufs Podest gereicht. Ich denke, ich bin überall stärker denn je", schilderte er seine Ausgangslage.

"Stärker denn je" können nicht alle Schweizer Starter von sich behaupten. Insbesondere der Bündner Serafin Wiestner kannte schon bessere Zeiten. Mario Dolder und Jeremy Finello komplettieren das Schweizer Quartett.

Zweikampf bei den Männern

Weger und der grosse Rest des Feldes kämpfen gemäss Papierform um Bronze, denn zwei Biathleten sind der Konkurrenz entrückt. Johannes Thingnes Bö schloss zum Franzosen Martin Fourcade auf, der den Gesamtweltcup in den vergangenen sechs Wintern stets für sich entschieden hatte. Läuferisch scheint der Norweger sogar leicht im Vorteil zu sein.

Die beiden erdrücken die Konkurrenz: In den bislang 15 Rennen stellten sie 14 Mal den Sieger - Bö führt im Direktduell 8:6. Zudem standen Fourcade und Bö in zwölf Rennen gemeinsam auf dem Podest. Doch im Biathlon kann von den Top 30 jeder gewinnen, Beispiele hierfür gibt es zuhauf.

In Pyeongchang scheint die Chance für die Aussenseiter sogar grösser zu sein, denn es herrschen keine Laborbedingungen. Der Wind ist in Südkorea ein stetiger Begleiter. "In der Regel bläst er stark aus einer Richtung, was es schwierig macht. Und lässt er mal nach, dann kommt er oft aus unterschiedlichen Richtungen, was es auch nicht einfacher macht", schilderte Weger seine Erfahrungen.

Wer zum richtigen Zeitpunkt beim Schiessstand eintrifft, geniesst einen kleinen Vorteil. Und wenn zwei sich streiten, lacht oft der Dritte. Fourcade und Bö lassen sich womöglich wegen des Zweikampfs beim Saisonhöhepunkt doch zu Fehlern verleiten.

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SDA-ATS