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Die US-Regierungszentrale: Das Weisse Haus in Washington. (Archivbild)

KEYSTONE/AP dapd/Oliver Lang

(sda-ats)

Wegen Vorwürfen der häuslichen Gewalt hat in den USA ein weiterer Mitarbeiter des Weissen Hauses seinen Posten räumen müssen. Der Redenschreiber David Sorensen habe nach der Beschuldigung durch seine Ex-Frau seinen Rücktritt erklärt.

Dies teilte Vize-Regierungssprecher Raj Shah am Freitag mit. Von den Vorwürfen gegen Sorensen habe das Weisse Haus erst am Donnerstagabend erfahren, erklärte Shah. Er fügte hinzu: "Wir haben den Mitarbeiter sofort damit konfrontiert, er wies die Anschuldigungen zurück und trat heute zurück."

Sorensens Ex-Frau Jessica Corbett hatte ihre Vorwürfe der Zeitung "Washington Post" geschildert. Während ihrer Ehe sei Sorensen mit einem Auto über ihren Fuss gefahren und habe eine Zigarette auf ihrer Hand ausgedrückt. Zudem habe ihr Ex-Mann sie gegen eine Wand geschleudert und an den Haaren gepackt. Sie habe die Vorfälle nicht angezeigt, weil ihr damaliger Mann gute Kontakte zu den Strafverfolgungsbehörden hatte.

Sorensen war im Weissen Haus als Redenschreiber in der Abteilung für Umweltpolitik beschäftigt. Die Stelle hatte keine vorhergehende Sicherheitsüberprüfung erfordert. Corbett schilderte das Verhalten ihres Mannes nach eigenen Angaben jedoch der Bundespolizei FBI, als diese den persönlichen Hintergrund von Sorensen überprüfte.

Sorensen ist bereits der zweite Mitarbeiter des Weissen Hauses, der wegen des Vorwurfs der häuslichen Gewalt in dieser Woche zurücktrat.

Unterdessen wuchs die Kritik an US-Präsident Donald Trump wegen dessen angeblich zu nachsichtigen Umgangs mit Gewaltvorwürfen in einem anderen Fall. Erst vor wenigen Tagen war der Stabssekretär von Präsident Donald Trump, Rob Porter, zurückgetreten, nachdem zwei frühere Ehefrauen ihm vorgeworfen hatten, sie physisch und psychisch misshandelt zu haben.

Die Art, wie das Weisse Haus mit den Vorwürfen gegen Porter umging, hatte scharfe Kritik ausgelöst. Der Stabschef im Weissen Haus, John Kelly, wurde von US-Medien und auch aus der Opposition verdächtigt, die Vorwürfe gegen Porter nicht ernst genug genommen zu haben. Trump wünschte Porter sogar "alles Gute" und prophezeite ihm eine "wundervolle Karriere". Zu den Vorwürfen der beiden Ex-Frauen schwieg der Präsident.

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SDA-ATS