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Die weissrussische Justiz hat am Freitag drei Männer wegen des Minsker Metro-Anschlags angeklagt. Zwei der Verdächtigen werden von der Staatsanwaltschaft des Terrorismus beschuldigt, der dritte ist wegen illegalen Sprengstoffbesitzes angeklagt.

Im Fall einer Verurteilung droht den Angeklagten die Todesstrafe. Die beiden 1986 geborenen Hauptangeklagten seien Schulfreunde aus der Stadt Witebsk, sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Andrei Schwed im Staatsfernsehen. Ziel des Attentats sei es gewesen, "die öffentliche Ordnung zu destabilisieren", sagte er.

Beim Sprengstoffanschlag in der U-Bahnstation nahe der Residenz des Präsidenten Alexander Lukaschenko in der weissrussischen Hauptstadt Minsk waren am 11. April 14 Menschen getötet worden. Im Zuge der Ermittlungen wurden neben mehreren Oppositionsaktivisten auch Familienmitglieder der beiden Angeklagten festgenommen. Lukaschenko machte ungenannte Oppositionelle und Agenten des Westen für den Anschlag verantwortlich.

Ein im deutschen Exil lebender früherer KGB-Oberst Wladimir Borodach hatte dem weissrussischen Geheimdienst vergangene Woche vorgeworfen, die Anschläge selbst organisiert zu haben, um von der schwierigen Wirtschaftslage im Land abzulenken.

Borodach sagte dem russischen Fernsehsender NTV, die Festnahme der Männer aus Witebsk nur zwei Tage nach der Tat lege nahe, dass sie den Behörden vorher bekannt waren. Es handele sich offenbar um inoffizielle KGB-Agenten.

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SDA-ATS