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Washington/Islamabad/Genf - Die Weltbank erhöht ihre Hilfen für das seit Wochen unter massiven Überschwemmungen leidende Pakistan auf eine Milliarde Dollar. Das Mitte August gewährte Darlehen über 900 Millionen Dollar wird auf eine Milliarde Dollar aufgestockt.
Das teilte Weltbank-Chef Robert Zoellick am Mittwoch (Ortszeit) in Washington nach einem Treffen mit dem pakistanischen Finanzminister Hafeez Shaikh mit. Das Geld solle ebenso für dringende Nothilfe wie für den langfristigen Wiederaufbau des Landes benutzt werden.
Trotz der aktuellen Krise dürften auf lange Sicht jedoch auch "wichtige wirtschaftliche Reformen" nicht aus dem Blick verloren werden, mahnte Zoellick.
Von den Überschwemmungen in Pakistan sind nach UNO-Angaben mehr als 18 Millionen Menschen direkt betroffen, mindestens 1760 kamen ums Leben. Acht Millionen Menschen seien noch immer auf sofortige Hilfe angewiesen, sagte der Chef des UNO-Büros für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA), Manuel Bessler, am Donnerstag.
Angesicht dieser Zahl handle es sich um eine humanitäre Hilfsaktion "ungesehenen Ausmasses". "Wir müssen acht Millionen Menschen erreichen von der Karakoram-Bergkette im Norden bis zum Arabischen Meer im Süden."
Verzweiflung wird zu WutWegen der prekären Lage fürchtet das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) aggressive Reaktionen der Bevölkerung gegen Hilfsorganisationen. Das sagte der Leiter der IKRK-Aktionen für Südasien, Jacques de Maio, in Genf. In einigen Regionen erhielten die Menschen nicht die Hilfe, die sie bräuchten und ihre Verzweiflung könne sich bei der Ankunft der Hilfe in Wut äussern.
"Die Kluft zwischen dem Umfang der Bedürfnisse und unseren Hilfsmöglichkeiten ist gross", sagte Maio. Das IKRK bat um weitere rund 77 Millionen Franken Hilfe, um seine Hilfstätigkeiten zu verstärken, die es in Pakistan in Zusammenarbeit mit dem Pakistanischen Roten Halbmond leistet.
Das IKRK kündigte zudem an, Saatgut an die Flutopfer zu verteilen. Das IKRK werde in einer zweiten Hilfsphase Saatgut und landwirtschaftliches Gerät an über 300'000 Menschen verteilen, die alles verloren haben, sagte Maio.

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SDA-ATS