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Brüssel - Der Welthandel ist 2009 so stark eingebrochen wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Austausch von Waren und Dienstleistungen fiel gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent, wie der Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO), Pascal Lamy, in Brüssel sagte.
Anfang Dezember hatte die in Genf beheimatete WTO noch mit einem Rückgang von 10 Prozent gerechnet. Der Einbruch ist vor allem eine Folge der wirtschaftlichen Krise in den Industrieländern.
Die Situation macht den Abschluss der sogenannten Doha-Runde zur Liberalisierung des weltweiten Handels in Lamys Augen noch dringlicher: Es sei "wirtschaftlich zwingend", die Verhandlungen in diesem Jahr abzuschliessen.
In der Doha-Runde geht es um den Abbau von Handelsschranken wie Zöllen oder Einfuhrkontingenten, aber auch um Fragen wie die des geistigen Eigentums. Die 2001 begonnenen Verhandlungen stocken seit Jahren. Strittig ist zum Beispiel, wie weit ärmere Länder ihre Märkte für Waren aus den Industriestaaten öffnen und damit deren Konkurrenz erdulden müssen.

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SDA-ATS