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Die Polizei in Frankfurt sperrt das Bomben-Gebiet im Vorfeld der Entschärfung ab.

KEYSTONE/EPA/ARMANDO BABANI

(sda-ats)

Mehr als 80'000 Menschen müssen in Frankfurt und Koblenz ihre Wohnungen verlassen, weil Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurden. In Frankfurt lief am Samstagnachmittag mit 60'000 Betroffenen die grösste Evakuierungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik.

In der Mainmetropole soll am Sonntag eine 1,8 Tonnen schwere Luftmine unschädlich gemacht werden. Aus der Sperrzone wurden bereits Patienten aus zwei Krankenhäusern verlegt, wie Sprecher von Polizei und Feuerwehr berichteten. Ausser dem Bürgerhospital und dem Marienkrankenhaus müssen noch zehn Altersheime geräumt werden.

Von der grössten Geburtsstation Hessens im Frankfurter Bürgerhospital wurde mittlerweile das letzte Baby in eine umliegende Klinik verlegt. Bereits seit Donnerstag wurden nach und nach Neugeborene wegtransportiert. Insgesamt waren 20 Babys betroffen.

Ausserdem mussten aus dem 320-Betten-Haus laut Klinikangaben etwas mehr als 100 erwachsene Patienten umtransportiert werden.

In Koblenz mussten am Samstag 21'000 Menschen ein Gebiet mit einem Radius von einem Kilometer verlassen. Schon in den Tagen zuvor war das Koblenzer Gefängnis in der Sperrzone geräumt worden - die Häftlinge kamen in andere Haftanstalten. Auch Patienten eines Krankenhauses wurden verlegt.

Der Kampfmittelräumdienst soll den amerikanischen 500-Kilogramm-Blindgänger entschärfen. Er war am Montag bei Bauarbeiten für einen neuen Kindergarten entdeckt worden.

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SDA-ATS