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Bern - Ein grosses Openair hat keine grossen Namen nötig. Das hat das Gurtenfestival in den letzten vier Tagen bewiesen. Während sich in anderen Jahren alles um einige Superstars drehte, wurde das Publikum heuer durch alle überraschenden Höhen und Tiefen des aktuellen Musikgeschehens gejagt.
Beispielhaft für diese beglückende Schlingerfahrt war am Freitag der Auftritt von Faith No More, die ihre grosse Zeit seit Ende der 1990er-Jahren hinter sich haben. Auf dem Gurten verwirrte der stimmgewaltige Mike Patton das Publikum mit Crossover-Tiraden, nur um es kurz vor dem Blackout mit zuckersüssen Balladen zu versöhnen.
Hinterrücks hingerissen wurde das Publikum hingegen vom mexikanischen Gitarrenduo Rodrigo y Gabriela, das mit vertracktem Trash-Metal-Flamenco die Zeltbühne kurzzeitig in einen Hexenkessel verwandelte.
Lunik blieben sich mit ihren radiotauglichen Balladen nichts schuldig; bei Sens Unik wollte der Funke nicht mehr springen. Das John Butler Trio jagte Strom auch in die müdesten Berner Tanzbeine, während die Show der Poprock-Bubis The Kooks so milchgesichtig war wie sie selber.
Vom wirren Auf und Ab auf den drei Bühnen schien auch das Wetter inspiriert: Von sengender Sonne bis zu Gewittergüssen, verhangenen Tagen und lauen Abenden war alles dabei. Hier und dort bildeten sich ein paar Pfützen, anders als in den letzten Jahren blieb dem Gurten die grosse Schlammschlacht aber erspart.
Wesentlich zur gelassenen Stimmung in der traditionell allzu dicht gedrängten Menge trug die mittlerweile perfekte Organisation des Gurtenfestivals bei. Trotz des Ansturms blieben die Wartezeiten an der Bahn moderat, ebenso an den neuen, für Festivalverhältnisse fast gespenstisch sauberen Toiletten.
Zu Recht happy zeigten sich am Sonntag die Festival-Organisatoren. Drei ausverkaufte Tage - insgesamt 72'000 Tickets - und keine nennenswerten Zwischenfälle.

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SDA-ATS