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Wettermässig hat das Wochenende kaum einen Wunsch offen gelassen. Der Nebel, der sich am Samstagmorgen vom Boden- bis zum Genfersee erstreckte, löste sich weitherum rechtzeitig auf und das Naturphänomen des Halos war zu bewundern. Noch schöner wurde es am Sonntag.

Temperaturen von weitverbreitet über 15 Grad luden zum Flanieren oder einem herbstlichen Picknick im Freien ein. Unverzagte wagten gar ein Sonnenbad. Sobald aber die Sonne hinter einem Baumwipfel oder einem Hausdach verschwand, brauchte es einen wärmenden Pullover.

Die höchste Temperatur wurde am Sonntag mit 18,9 Grad in Stabio im Südtessin gemessen, wie es bei MeteoSchweiz auf Anfrage hiess. Unter Föhneinfluss kletterten die Temperaturen in Chur auf 18,8 Grad. Wurden in Genf 18 Grad gemessen, waren es am anderen Ende der Schweiz, in Güttingen TG am Bodensee, nur 9,3 Grad. Dort löste sich der Nebel den ganzen Tag nicht auf.

Eine Art Sommer im November

Die warmen Temperaturen lägen über der Norm, sagte MeteoSchweiz-Meteorologe Adrian Stolz. Milde Temperaturen sind in den ersten Novembertagen jedoch keine Seltenheit. SRF Meteo sprach in einer Mitteilung von einem "vorgezogenen Martinisommer". Der eigentliche Name Martinisommer orientiert sich am Martinstag, dem 11. November. Die wärmsten Tage treten in der Regel kurz davor auf.

Der Begriff ist allerdings nicht ganz präzis, weil aus meteorologischer Sicht erst bei Temperaturen von mehr als 25 Grad von einem Sommertag die Rede ist. Der November-Rekordwert liegt jedoch darunter - bei 23,6 Grad, gemessen am 9. November 1985 im St. Galler Rheintal.

Unsichtbare Eiskristalle zaubern Halos

Da am Samstag der Nebel etwas dichter und höher lag, fielen die Temperaturen etwas tiefer aus. Am wärmsten wurde es im Südtessin mit 19 Grad. Doch auch der Jura vermochte mitzuhalten. In La Chaux-de-Fonds NE auf 1000 Metern über Meer wurden 18,4 Grad gemessen und in Delsberg 17,9 Grad. Im Mittelland wurde es 15,7 Grad in Bern und 14,7 Grad in Kloten. Weiter im Osten gab es in Chur Temperaturen von 18,5 und in Scuol GR von 15 Grad.

Die hohen Wolken am Samstag, die den Sonnengenuss nicht zu stören vermochten, führten zum Naturphänomen des Halos: Vielerorts waren so genannte Nebensonnen und Zirkumzenitalbogen zu sehen - Regenbogen am nahezu wolkenlosen Himmel, wie SRF Meteo am Sonntag mitteilte. Grund dafür war das Sonnenlicht, das sich an feinen Eiskristallen brach.

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SDA-ATS