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Die Gegner des AKW Mühleberg drängen auf die sofortige Stilllegung der Anlage. Die Regierungen beider Basel fordern die Schliessung des Atomkraftwerks im französischen Fessenheim. Einen Grundsatzentscheid für die Kernenergie fällte am Dienstag dagegen das Aargauer Kantonsparlament.

Der Aargauer Grosse Rat hat die Forderung von SP und Grünen nach einer Standesinitiative für einen raschen AKW-Ausstieg deutlich abgelehnt. Vergeblich hatten die Befürworter des Vorstosses auf die Risiken hingewiesen. Ein grüner Parlamentarier forderte eine "Energierevolution" und rief die "Anbauschlacht für erneuerbare Energien aus".

Zuganker mit Fragezeichen

Auch die Gegner des AKW Mühleberg nutzen die Gunst der Stunde und erhöhen den Druck auf die Politik. Mit einer Eingabe verlangen sie von Energieministerin Doris Leuthard, die sofortige Ausserbetriebnahme aus Sicherheitsgründen anzuordnen.

Ihre Einschätzung stützen sie auf die Sicherheitsakten der Kraftwerksbetreiber, in die sie nach einem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts Einsicht nehmen konnten. Genaue Angaben über den Inhalt dürfen sie auf Anweisung des Gerichts nicht machen, ein Gutachten des Öko-Institut Darmstadt ist aber in Arbeit.

Nach Angaben der Kraftwerksgegner zweifeln diese Experten an der Funktionstüchtigkeit der Zuganker, die zur Sicherung der Risse im Kernmantel montiert worden sind. Dabei sei in Japan eine der Funktionen des Kernmantels deutlich geworden, betonte Jürg Aerni von Fokus Anti-Atom: Unter anderem dank intaktem Kernmantel habe man die Reaktoren wenigstens abschalten können, womit die Leistung auf die Nachzerfallswärme sank.

In den Akten hätten sich auch erschreckende Angaben zum Thema Erdbeben gefunden, berichteten die Atomgegner weiter. Erdbeben seien in Mühleberg der wahrscheinlichste Grund für eine Kernschmelze.

Sofort vom Netz

Darum verlangen die Gegner nun, dass das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) Mühleberg die Betriebsbewilligung definitiv entzieht. Bis es so weit sei, dürfe Mühleberg aber nicht in Betrieb bleiben, betonte Anwalt Rainer Weibel - das sei zu gefährlich.

Auch in beiden Basel wächst der Widerstand gegen AKW. In einer Stellungnahme bezeichneten die Kantonsregierungen das alte AKW im französischen Fessenheim nördlich von Basel als "ernsthafte Bedrohung". Sie fordern dessen sofortige Stilllegung, bis die Anlage gründlich kontrolliert ist.

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SDA-ATS