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In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa ist eine vor vier Tagen vereinbarte Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und gegnerischen Stammeskämpfern gebrochen worden. Erneut lieferten sich Regierungstruppen und Stammeskämpfer schwere Kämpfe.

Nach Angaben eines Arztes wurden in Sanaa am Dienstag drei Anhänger des mächtigen Haschid-Stammes getötet. Der Stamm wird von dem einflussreichen Scheich Sadek al-Ahmar angeführt.

Bereits im Morgengrauen waren im Norden von Sanaa schwere Schüsse zu hören, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. Die Gefechte fanden demnach im Bezirk Al-Hasaba statt, wo Ahmar seine Residenz hat.

Kämpfe gab es rings um seine Residenz, aus der nach Angaben von Augenzeugen eine Rauchwolke aufstieg, sowie in der Nähe eines Polizeihauptquartiers und beim Sitz der Nachrichtenagentur Saba.

Gegenseitige Vorwürfe

Die Behörden warfen Ahmar vor, den Waffenstillstand gebrochen zu haben. So erklärte das jemenitische Verteidigungsministerium auf seiner Internetseite, Kämpfer des Haschid-Stammes hätten den Sitz von Salehs Partei besetzt. Aus Kreisen des Stammes verlautete dagegen, Regierungstruppen hätten zuerst seine Residenz beschossen.

In der Protesthochburg Tais im Süden des Landes schossen die jemenitischen Sicherheitskräfte am Dienstag erneut mit scharfer Munition auf Demonstranten und töteten mindestens sieben Menschen.

Nach Angaben von Ärzten und Augenzeugen wurden fünf Demonstranten im Zentrum und zwei weitere am Stadteingang erschossen. Dort wollten demnach Dorfbewohner nach Tais gelangen, um sich den Protesten anzuschliessen.

Möglicherweise 50 Tote in Tais

Nach Angaben der Vereinten Nationen waren bereits zuvor in Tais seit Sonntag insgesamt mehr als 50 Menschen getötet worden. Ihr Büro habe entsprechende Informationen bekommen, erklärte UNO-Menschenrechtshochkommissarin Navi Pillay am Dienstag. Die Berichte müssten noch vollständig bestätigt werden, sagte Pillay.

Sicherheitskräfte hatten unterstützt von der republikanischen Garde in der Nacht zu Montag mit Panzern und Schüssen gewaltsam eine Sitzblockade auf einem zentralen Platz in Tais aufgelöst und dabei zahlreiche Demonstranten getötet. Hunderte weitere Menschen könnten verletzten worden sein. Ein Arzt, der Augenzeuge des Angriffs war, sprach von mindestens 20 Toten.

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SDA-ATS