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Der FC Wil ist saniert und der Spielbetrieb für die laufende Saison gesichert. Darüber hat Präsident Roger Bigger an einer Pressekonferenz in Wil informiert.

Der FC Wil hat den finanziellen Kollaps noch verhindern können. Rund 2,5 Millionen Franken konnten in den letzten Wochen beschaffen werden, die ausreichen, um den Spielbetrieb mit den reduzierten Löhnen und Aufwänden aufrecht zu erhalten. Für die kommende Saison ist aber weitere finanzielle Unterstützung nötig, wie der Klub bekannt gab. Trotzdem sind die Ostschweizer zuversichtlich, dass sie die Lizenz von der Swiss Football League (SFL) für die kommende Spielzeit erhalten.

Die regionalen Unternehmer, die die Rettung mit ihrem finanziellen Support möglich gemacht haben, werden nun Aktionäre. Damit ist die Aktiengesellschaft, auf deren Namen die SFL-Lizenz läuft, wieder im Besitz einer Gruppe von Schweizer Privatpersonen, zu denen auch die Mitglieder der Task Force Roger Bigger, Maurice Weber, Christian Meuli, Mischa Sammer und Manfred Raschle gehören.

Der Task Force war es in den letzten Tagen gelungen, über Anwälte Kontakt zum früheren türkischen Mehrheitsaktionär aufzunehmen und sich mit diesem auf eine Übernahme der Anteile zu einigen. Die früheren Geldgeber aus der Türkei hatten mit ihrem Abgang vor zwei Monaten den Klub an den Rand des Ruins gebracht. Spieler und Mitarbeiter des Klubs hatten daraufhin Lohneinbussen in Kauf genommen, um die Situation zu entspannen. Nun können sie sich auf Zahlungseingänge freuen: Die Februarlöhne sollen am Mittwoch überwiesen werden, die Saläre vom März Ende dieser Woche.

Rekurs gegen Punkteabzug

Auf juristischer und sportlicher Ebene ist für die Ostschweizer aber noch nicht alles ausgestanden. Wegen eines Verstosses gegen das Lizenzreglement steht der FC Wil vor einem Abzug von drei Punkten. Gegen dieses Urteil der Disziplinarkommission der Swiss Football League, das noch nicht rechtskräftig ist, wird Wil am Mittwoch Rekurs einlegen. Der Klub geht davon aus, dass der Punkteabzug nur in die Tat umgesetzt wird, wenn die Löhne nicht bezahlt werden. Sollte die SFL auf dem Punkteabzug beharren, läge Wil nur noch zwei Punkte vor Winterthur. Beim Tabellenletzten ist Wil am kommenden Samstag in der Meisterschaft zu Gast.

Zudem ist ein weiteres Verfahren gegen Wil hängig. Die SFL-Lizenzadministration will richterlich beurteilen lassen, ob die Bestätigung der Bezahlung der Januarlöhne korrekt erfolgte. Ein Urteil in diesem Fall wird in den nächsten Tagen erwartet.

SDA-ATS

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