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Wilderer haben in der indonesischen Provinz Banda Aceh einen der letzten Sumatra-Elefanten getötet. Es sei der zweite derartige Fall binnen eines Monats, sagte ein Sprecher der lokalen Forstbehörden.

Das etwa 20 Jahre alte Tier habe mit abgesägten Stosszähnen tot im seichten Wasser eines Flusses gelegen. Der Sumatra-Elefant ist eine kleinere und hellere Unterart des Asiatischen Elefanten und gilt als stark gefährdet.

Das Indonesische Elefantenschutz-Forum schätzt die Zahl der verbliebenen Tiere in der Wildnis auf 2400 bis 2800, davon etwa 500 in Aceh auf der Insel Sumatra. Die Umweltschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) hatte erst im Januar gewarnt, die Tiere würden binnen 30 Jahren aussterben, wenn ihr Lebensraum nicht besser geschützt werde. Neben Wilderei bedroht die Abholzung des Urwalds zugunsten von Plantagen den Bestand des Sumatra-Elefanten.

Auch Tiger in Gefahr

Auch das Überleben des malaysischen Tigers ist einem neuen Report zufolge in Gefahr. Nur noch 500 der majestätischen Grosskatzen leben in den Dschungeln des südostasiatischen Landes, hiess es in einem am Mittwoch von mehreren Naturschutzgruppen veröffentlichten Bericht.

In den 1950er Jahren sollen es noch etwa 3000 gewesen sein. "Gezielte Wilderei ist derzeit die grösste Gefahr und es müssen dringend Massnahmen ergriffen werden", betonten die Experten.

Die malaysische Regierung möchte in Zusammenarbeit mit Naturschützern die Tiger-Population bis zum Jahr 2020 auf 1000 Tiere erhöhen. Dieses Ziel ist dem Bericht zufolge kaum erreichbar - es sei denn, dem illegalen Handel mit Wildtieren werde Einhalt geboten.

Die Wilderer jagten die Raubkatzen wegen ihrer Knochen, die in der traditionellen asiatischen Medizin verwendet werden, erläuterten die Tierschützer. Tigerfleisch werde zudem in Restaurants als Delikatesse angeboten. "Andere Körperteile wie Zähne, Klauen oder Haut sind gefragt, da sie angebliche heilende oder magische Kräfte haben."

SDA-ATS