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Bern - Die Wirtschaftswelt zieht eine positive Bilanz über die Amtszeit des scheidenden Finanzministers Hans-Rudolf Merz. Besondere Anerkennung erhält Merz für den Schuldenabbau, aber auch für die Meisterung der Finanzkrise wird er gelobt.
"Aus Sicht der Wirtschaft hat Herr Merz in seinem Departementsbereich einen sehr guten Job gemacht," sagte economiesuisse-Präsident Gerold Bührer am Freitag zur Nachrichtenagentur SDA. Der Abgang von Merz sei "aufgrund seines Alters" keine Überraschung. Trotzdem bedaure economiesuisse diesen Entscheid.
Bührer streicht die Leistungen von Merz in der Ausgaben- und in der Steuerpolitik hervor: Insbesondere mit der Einhaltung der Schuldenbremse und der Unternehmenssteuerreform sei die Wirtschaft "sehr zufrieden". Aber auch die Doppelbesteuerungsabkommen, die Merz auf den Weg gebracht habe, seien "positive Meilensteine".
Bührer fordert, dass das Finanzdepartement "unbedingt in bürgerlicher Hand" bleibe. Es handle sich um ein "Schlüsseldepartement". Die anstehenden Aufgaben wie der Steuerdialog mit der EU erforderten "eine bürgerliche Hand".
Einer nicht-bürgerlichen Nachfolge würde laut Bührer die "nötige Sensibilität" fehlen, um die nationalen Interessen des Steuerstandortes Schweiz gegen aussen hin zu vertreten.
Auch von Seiten des Gewerbeverbandes (sgv) waren positive Reaktionen zu vernehmen. Der sgv dankte Merz unter anderem "für seinen erfolgreichen Einsatz zur Sanierung der Bundesfinanzen."
Während seiner Amtszeit sei es Merz gelungen, den Schuldenberg um 20 Milliarden Franken abzubauen. Die Reformen der Unternehmenssteuer und der Mehrwertsteuer hätten zudem zu einer merklichen Entlastung der KMU geführt, schrieb der Verband weiter.
Die Bankiervereinigung stimmte ebenfalls in den Lobgesang ein: Die Organisation anerkenne die "sehr hohen Verdienste" von Merz für die Schweiz, sagte ihr Sprecher Thomas Sutter auf Anfrage.

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SDA-ATS