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US-Präsident Donald Trump (Links) und mit seinem Ex-Wirtschaftsberater Gary Cohn am G20-Gipfel in Hamburg im Sommer 2017. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/MICHAEL SOHN

(sda-ats)

Zwei mutmassliche Hauptquellen von US-Reporterlegende Bob Woodward für sein Enthüllungsbuch über das Weisse Haus unter Donald Trump haben Kritik an der dortigen Darstellung des Präsidenten geübt.

Ex-Wirtschaftsberater Gary Cohn und Ex-Stabssekretär Rob Porter veröffentlichten am Dienstag Erklärungen, denen zufolge sie mit Woodwards Darstellung nicht einverstanden sind. "Dieses Buch stellt meine Erfahrung im Weissen Haus nicht richtig dar", heisst es in der von Cohn an das Nachrichtenportal Axios verschickten Erklärung. "Ich bin stolz auf meinen Dienst in der Trump-Regierung und unterstütze weiterhin den Präsidenten und sein wirtschaftliches Programm", erklärte Cohn.

Porter äusserte Kritik an der "selektiven und oft irreführenden Darstellung des Präsidenten und seiner Regierung". Er lobte Trumps Errungenschaften, welche Woodward in dem Buch ignoriert habe. Überdies lade der Präsident seine Berater zu "robusten Debatten" ein. "Aber letztlich ist es Präsident Trump, der entscheidet, und er hat gezeigt, dass er mehr als in der Lage ist, das zu tun."

Vage Kritik

Allerdings gaben weder Cohn noch Porter in ihren Erklärungen an, was genau in Woodwards Buch inkorrekt sei. Auch dementierten sie nicht, mit Woodward gesprochen zu haben. Porter dementierte auch nicht Woodwards Beschreibung, wonach der frühere Stabssekretär während seiner Tätigkeit zu einem Drittel damit beschäftigt gewesen sei, den Präsidenten von gefährlichen Ideen abzubringen.

Woodward schildert in dem am Dienstag erschienenen Buch "Fear: Trump in the White House" eine Regierung im Zustand des permanenten "Nervenzusammenbruchs". Ein Grossteil der Mitarbeiter ist demnach ständig damit beschäftigt, den Präsidenten davon abzuhalten, das Welthandelssystem zu zerstören, die nationale Sicherheit zu untergraben und Kriege anzuzetteln.

Trump bezeichnete das Buch mehrfach als "Fiktion". Am Dienstag sagte er vor Journalisten, er schätze "wirklich" die Erklärungen Cohns und Porters. Diese hätten dazu beigetragen, zu zeigen, dass "das Buch nur Fiktion ist".

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