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Die Schweiz bleibt in der WM-Qualifikation makellos und verlängert ihre Länderspiel-Rekordserie auf sieben Siege. Auf den Färöern schiessen Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri die Tore zum 2:0-Sieg.

Die Ausgangslage bleibt in der WM-Qualifikation dank der makellosen Bilanz vier Spieltage vor Schluss perfekt. In der Gruppe B führt Vladimir Petkovics Ensemble dank der SFV-Rekordserie von sechs Erfolgen auf Ausscheidungs-Niveau drei Zähler vor der portugiesischen Prominenz; der letztjährige EM-Teilnehmer Ungarn spielt nach seiner epochalen 0:1-Blamage in Andorra keine Rolle mehr.

Mit seinem 20. Treffer im SFV-Dress sorgte Topskorer Shaqiri frühzeitig für das 2:0 (59.) und ein Zwischenergebnis, das nicht den Hauch einer Ungewissheit mehr offenliess. Die verlustpunktlosen Schweizer sind von ihrem direkten Kurs Richtung vierte WM-Endrunde in Folge weiterhin keinen Zentimeter abzubringen - schon gar nicht von Nationalteams aus der dritten europäischen Kategorie.

Die Konstanz ist eine der wichtigsten Merkmale der Schweizer Equipe. Sie fällt seit geraumer Zeit kaum mehr unter ein gewisses Level. Die Brillanz oder die letzte Konsequenz in der Offensive ist ihr unter Umständen in ein paar Situationen abzusprechen, aber die Zuverlässigkeit, die Bereitschaft, auch abseits des internationalen Scheinwerferlichts akkurat und fokussiert aufzutreten, ist der in dieser Beziehung ausgesprochen reifen Mannschaft hoch anzurechnen.

Xhakas Dribbling und Leadership

Zwei, drei Mal erzeugte der Gruppen-Leader in der ersten Hälfte Druck. Immer wieder stand dabei Xhaka am Ursprung. Im Stile eines Skippers steuerte der Arsenal-Professional die Angriffsbemühungen. Mit dem Selbstvertrauen des englischen Cupsiegers trieb er seine Mitspieler an und kanalisierte im Zentrum die Auslösung der Spielzüge nahezu solo.

Dass Xhaka in der 36. Minute am ersten Vorteil hauptbeteiligt war, passte zu seinem überzeugenden Auftritt und war das Resultat seiner Leadership. In Co-Produktion mit Blerim Dzemaili düpierte der Premier-League-Vertreter innert Sekundenbruchteilen gleich drei Kontrahenten. Sein erstes Tor im aktuellen WM-Qualifikations-Parcours vereinfachte die Konstellation erheblich. Ballast fiel ab, und das Szenario, gegen einen ausschliesslich in der Defensive formierten Gegner im Finish in eine ungemütliche Situation zu geraten, rückte ab jenem Xhaka-Dribbling endgültig in beruhigend weite Ferne.

In der Defensive nichts zuzulassen und im Angriff die Effizienz markant zu erhöhen, so hatte Petkovic am Abend vor dem 6. Spieltag die wichtigsten Vorgaben sinngemäss zusammengefasst. Die Wünsche des Chefs setzte die Mannschaft einmal mehr mit der nötigen Sorgfalt um. Die Bilanz gegen Aussenseiter wie die Färöer fällt seit der Amtsübernahme Petkovics imponierend aus: zehn Siege, 29:2 Tore.

Der eher provinzielle Rahmen und die frostigen Temperaturen inspirierten die Protagonisten im letzten Ernstkampf am Ende einer intensiven Saison nicht zu einem Spektakel. Aber ihre Stilsicherheit genügte, eine mit Blick auf das Drehbuch gut getimte, souveräne und zielorientierte Darbietung brachte den erhofften Ertrag ein: weitere drei Punkte auf dem Weg zur grossen Finalissima beim Europameister in Portugal im kommenden Oktober.

Akanjis Debüt in einer variablen Abwehr

Taktisch flexibel, die Schweizer veränderten ihre 4-2-3-1-Grundaufstellung bereits in der Startphase immer wieder, drängten die Gäste den limitierten Herausforderer von der ersten Minute zurück. Eine Flut von Chancen erspielten sie sich zwar nicht, aber die Richtung war sofort unmissverständlich klar: Ballbesitz, kaum Bewegungsfreiheit für die chancenlosen Nordländer, absolute Kontrolle.

Die Statistik liess im Prinzip schon nach 45 Minuten keine Fragen mehr offen, ob die Auswahl von Petkovic ihre bald einjährige makellose Serie fortsetzen würde. 358:75 Pässe schlug der Favorit - mehr Einbahnfussball ist kaum möglich. Die Färöer verhielten sich kaum mutiger als im Hinspiel in Luzern, sondern in erster Linie destruktiv.

Die Massnahme, Valon Behrami teilweise in der Abwehr zu positionieren und den Aussenverteidigern Lichtsteiner und Moubandje Freiheiten zu offerieren, erweiterte das Repertoire - zumal mit dem 21-jährigen Basler Meister Manuel Akanji im Zentrum der Abwehr einer debütierte, der schon im Kluballtag eine variable Auslegung der Defensivarbeit pflegt.

Resultate und Tabelle:

Färöer - Schweiz 0:2 (0:1). - Torsvöllur, Torshavn. - 4800 Zuschauer (ausverkauft). - SR Mazzoleni (ITA). - Tore: 36. Xhaka (Dzemaili) 0:1. 59. Shaqiri (Dzemaili) 0:2.

Färöer: Nielsen; Naes, Gregersen, Johan Davidsen (71. Färö), Viljormur Davidsen; Vatnhamar, Benjaminsen, Hansson (66. Lökin), Olsen (61. Joensen); Sörensen, Justinussen.

Schweiz: Sommer; Lichtsteiner, Akanji, Djourou, Moubandje; Behrami, Xhaka; Shaqiri, Dzemaili (85. Freuler), Mehmedi (62. Zuber); Seferovic (78. Derdiyok).

Bemerkungen: Schweiz ohne Schär (gesperrt) sowie Rodriguez, Elvedi, Lacroix und Drmic (alle verletzt). Debüt im Nationalteam von Akanji. 31. Kopfball von Akanji an die Latte. Verwarnungen: 40. Benjaminsen (Foul).

Andorra - Ungarn 1:0 (1:0)

Lettland - Portugal 0:3 (0:1)

Rangliste: 1. Schweiz 6/18 (12:3). 2. Portugal 6/15 (22:3). 3. Ungarn 6/7 (8:7). 4. Färöer 6/5 (2:10). 5. Andorra 6/4 (2:13). 6. Lettland 6/3 (2:12).

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SDA-ATS