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In den Sonntagsspielen der Super League gastieren die Young Boys bei Lugano. Peter Zeidler empfängt mit St. Gallen seinen Ex-Klub Sion, Thun empfängt Luzern.

Täglich blicken die YB-Fans derzeit gebannt auf den Transferticker. Sie wurden noch nicht schwer enttäuscht. Einzig Kasim Nuhu hat Sportchef Christoph Spycher bislang ziehen lassen (zu Hoffenheim). Auch Aussenverteidiger Kevin Mbabu, für den ein Interessent wohl gegen 15 Millionen Franken aufbringen müsste, ist noch an Bord.

Trotz der komfortablen Personalsituation stellen sich die Young Boys auf einen besonders heissen Tanz am Sonntag ein - nicht wegen der sportlichen Brisanz beim Gastspiel in Lugano, sondern wegen der Hitze, die sie am Sonntag im Tessin erwartet. Gegen den Meister feiert Lugano sein 110-jähriges Bestehen, unter anderem werden die Spieler in speziellen Retro-Shirts auflaufen.

Zeidler ohne Sentimentalitäten

In St. Gallen kommt es zum Wiedersehen von Peter Zeidler mit seinem Ex-Klub Sion. "Für mich ist es ein ganz normaler Gegner", sagte Zeidler ohne den Anflug von Sentimentalitäten. Er sei mit einigen ehemaligen Mitarbeitern befreundet, aber von den Spielern kenne nur noch wenige. Carlitos ist einer davon. Der Einsatz des 35-jährigen Portugiesen ist fraglich. Er wäre der achte oder neunte Ausfall bei den Sittenern - je nach dem, ob auch der angeschlagene Freddy Mveng ausfällt -, nachdem sich am letzten Wochenende auch noch Adryan mit einer Muskelverletzung in die Verletztenliste eingetragen hat.

Drei Tage nach dem an der Substanz zehrenden 2:1-Erfolg gegen Sarpsborg in der Europa-League-Qualifikation nach 86-minütiger Unterzahl kündigte Zeidler an, um Rotationen nicht herumzukommen. "Das Spiel kostete Kraft. Ich spüre aber auch eine grosse Energie und viel Elan im Team", so Zeidler, der darauf hofft, die "Harakiri-Situationen in der eigenen Abwehr" in den Griff zu kriegen.

Wer bei Sion nach dem schweren Fehler von Anthony Maisonnial gegen Lugano und bis zur geplanten Rückkehr von Anton Mitrjuschkin im Tor stehen wird, ist laut Trainer Maurizio Jacobacci offen. Kevin Fickentscher ist wieder einsatzfähig.

Kommt Thun erneut schlecht aus den Startlöchern?

Im Berner Oberland droht Thun nach dem 1:2 beim FCZ der vierte Langsamstart in Folge. 2017 begann Thun mit drei Niederlagen, 2016 mit einem Sieg aus zehn Spielen, 2015 mit vier Niederlagen aus fünf Spielen. Zu Gast in der Stockhorn-Arena ist der FC Luzern, dem der Auftakt gegen Xamax bei René Weilers Trainer-Einstand ebenfalls missglückt ist und der inzwischen per Inserat nach einem neuen CEO sucht.

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SDA-ATS