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Die Partie bei APOEL Nikosia vom Donnerstag dürfte für die Young Boys das Schlüsselspiel in der Gruppenphase der Europa League sein. Ein Sieg würde die Chancen der Berner stark steigen lassen.

Vor der Rückrunde in der Gruppe B ist vieles möglich. Die Young Boys müssen noch zweimal auswärts spielen und sind derzeit nur Dritte. Aber mit einem Sieg auf Zypern bekämen sie alle Trümpfe in die Hand. Das Spiel beginnt um 19.00 Uhr.

Es kommt selten vor, dass eine Mannschaft viermal nacheinander vor dem eigenen Publikum antreten kann. Für die Young Boys war das in den letzten zwei Wochen der Fall. Die Meisterschaftsspiele gegen die Grasshoppers und gegen Vaduz, dazwischen der Cup-Achtelfinal ebenfalls gegen GC, und am Anfang das Europa-League-Spiel gegen APOEL Nikosia. Die Berner nutzten das günstige Programm für das Weiterkommen im Schweizer Cup und das Punktemaximum in Europacup und Super League. Und sie haben das Vertrauen in ihre Fähigkeiten in der Offensive zurückgewonnen, was für die Fortsetzung der Saison ebenso wichtig sein dürfte. Mit 17:1 Toren brachten die Young Boys die Heimspiel-Serie hinter sich. Die fünf vorangegangenen Spiele hatten ein Torverhältnis von 2:2 (2:2 gegen St. Gallen und viermal 0:0) ergeben.

Der unglaubliche Wandel trägt zwei Namen: Sekou Sanogo und Guillaume Hoarau. Sie meldeten sich fast gleichzeitig nach Verletzungen zurück. Wenn Trainer Adi Hütter in den Wochen der vielen 0:0 immer gesagt hatte, dass in der Offensive eigentlich nicht viel fehle ("vielleicht zehn Prozent"), so waren der Ivorer und der Franzose genau jene beiden, die die fehlenden Prozente zurückbrachten - und noch mehr.

Hoarau wird häufiger genannt, wenn es darum geht, die wiedererlangte Stärke der Berner im Angriff herauszustreichen. Der 32-Jährige erzielte 6 der genannten 17 Tore. Im Meisterschaftsspiel gegen GC wurde er anfänglich geschont und erst Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselt. Zum 3:1 gegen APOEL hatte er alle Tore beigetragen.

Ohne es wahrscheinlich sein zu wollen, ist Hoarau der Blender, der immer wieder Gefeierte. Man könnte übersehen, dass Sanogos Beitrag ebenso nützlich ist. Seit er hinter dem Zweimannsturm (meist Hoarau und Yuya Kubo) spielt, kommen die Berner vor allem dank der Kreativität, der Technik und dem Auge des 27-Jährigen zu derart vielen Chancen, dass die Tore schier zwangsläufig fallen. Und selber ist Sanogo für den gegnerischen Goalie auch nicht ungefährlich.

Trainer Hütter wird den Teufel tun, viel an seinem aufblühenden Ensemble zu ändern. Er wird, wenn überhaupt, nur kleine Korrekturen vornehmen. Der Österreicher Thorsten Schick wird weiterhin der noch leicht verletzten Miralem Sulejmani auf der linken Seite ersetzen.

Eine Serie von Erfolgen führt in der Regel dazu, dass in einem breiten Kader immer wieder die gleichen Spieler auf der Bank sitzen. Bei YB ist derzeit der hoffnungsvolle Defensivspieler Leonardo Bertone das Opfer. Er muss jeweils die kurzen Zeiten als Einwechselspieler nutzen, um sich neu aufzudrängen. Im Match gegen Vaduz benötigte er nur zehn Minuten, um das 4:0 zu erzielen. Das spricht auch für den Geist in der Mannschaft.

War es nur der Kunstrasen?

Die Berner könnten in Nikosia sogar stärker aufspielen als bei ihrer guten Leistung beim 3:1 im Hinspiel. Und insofern könnte Nikosias Trainer Thomas Christiansen am Donnerstag eine böse Überraschung erleben. Nach der Partie in Bern zeigte sich der Däne überzeugt, dass sein Team einzig wegen des ungewohnten Spiels auf dem Kunstrasen verloren hatte. "Meine Spieler konnten nicht zeigen, was sie können", sagte der Däne. "Ich bin sicher, dass dies bei uns anders aussehen wird." Es liegt an YB, die Worte des gegnerischen Trainers zu widerlegen.

Adi Hütter spricht seinerseits von einem Schlüsselspiel. "Wir wollen zumindest ungeschlagen nach Bern zurückkehren", sagte er vor Ort in Nikosia. "Die letzten Spiele haben uns Mut und Selbstsicherheit gegeben. Das erste Ziel auf dem Platz wird nun sein, dass wir nicht passiv spielen."

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SDA-ATS