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Youtube hat am Dienstag ein Internetportal speziell für Schweizer Nutzer und Videoanbieter gestartet. Damit verbundene Werbung soll die Kassen der Google-Tochter und von Videokünstlern klingeln lassen.

Via youtube.ch können zwar die gleichen Videos wie auf youtube.com abgerufen werden. Videos, die in der Schweiz am häufigsten angesehen werden und am schnellsten an Popularität gewinnen, werden aber direkt auf der Homepage angezeigt und in den Suchergebnissen bevorzugt. Sprache ist je nach Standort (gemäss IP-Adresse) deutsch, französisch oder italienisch.

Dank dem neuen Portal sollen Schweizer Inhalte leichter gefunden werden können, sagte Google-Schweiz-Chef Patrick Warnking am Dienstag an einer Medienkonferenz im Google-Forschungszentrum in Zürich. Und ab jetzt könnten Schweizer Inhalteanbieter Geld verdienen.

Mit der Schweizer Plattform will Youtube vermehrt Schweizer Werbetreibende anlocken, wie Warnking sagte. Wie viel von den Werbeerlösen bei Youtube bleibt, will das Unternehmen nicht sagen. Der Verteilschlüssel sei fix und "sehr fair", hiess es nur.

Die Schweiz war offenbar nicht gerade der lukrativste Markt und stand damit nicht zuoberst auf der Expansionskarte: Mit youtube.ch wächst die Zahl lokaler Versionen der globalen Plattform auf 54.

Entwicklung aus Zürich

Das Urheberrecht nimmt Youtube nach eigenen Angaben sehr ernst. In Zürich hat die Firma ein Prüfsystem entwickelt, das hochgeladene Videos mit geschützten Aufnahmen vergleicht. Die zugrunde liegende Datenbank enthält bereits über 8 Millionen Referenzdateien und über 500'000 Stunden Videomaterial.

Allein im letzten Jahr hat sich die Zahl der Referenzdateien verdoppelt. Der Verwaltungsaufwand ist riesig, werden doch bei Youtube pro Minute 72 Stunden Videomaterial hochgeladen.

Urheberrechte-Inhaber können ihre Inhalte ganz sperren lassen, oder beispielsweise nur Ausschnitte von einer Minute zulassen. Die damit erzielten Werbeeinnahmen teilt Youtube mit ihnen.

Der erste solche Partner von Youtube war die BBC. Seit 2007 ist auch die SRG dabei, inzwischen sind es über 30 Kanäle. Die Verhandlungen mit der Schweizer Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik (Suisa) laufen noch.

Sprungbrett

Neben Profiorganisationen sollen sich nun mit youtube.ch auch Schweizer Amateur-Künstler direkt vermarkten können. Youtube spricht von einer "Monetarisierungsstrategie". Als erster "Schweizer Partner" wurde am Dienstag der Beatboxer Pepouni präsentiert.

Die Hoffnung auf das schnelle Geld sollte man aber nicht zu hoch hängen: Der absolute Youtube-Welthit "Gangnam Style" des südkoreanische Rappers Psy hat zwar als erster überhaupt mehr als eine Milliarde Klicks erzielt, die damit via Youtube erzielten Werbeeinnahmen beschränkten sich 2012 aber auf 8 Mio. Dollar. Und die mussten mit Youtube geteilt werden.

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SDA-ATS