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Die Durststrecke bei der Medizinaltechnikfirma Ypsomed hält an: Gewinn und Umsatz der auf Diabetes-Produkte spezialisierten Firma gingen im letzten Geschäftsjahr weiter zurück. Belastend wirkten die Ausrichtung auf neue Geschäftsfelder und der starke Franken.

Die Transformation des Unternehmens dauere länger als geplant, hiess es bei der Präsentation der Jahreszahlen am Donnerstag. "Es braucht länger - das sagen wir fast jedes Jahr", räumte Ypsomed-Chef Richard Fritschi ein.

Das Burgdorfer Unternehmen war bis vor kurzem stark vom Sanofi-Aventis abhängig: Ypsomed produziert für den französischen Grosskonzern "Pens" zur Verabreichung von Insulin an Zuckerkranke. Mittlerweile steuert das Geschäft mit Sanofi noch 24 Prozent zum Umsatz bei (Vorjahr: 28 Prozent).

Ypsomed stellt auch für andere Grosskonzerne Pens her. Den Fokus legt das Unternehmen aber auf das Direktgeschäft mit Patienten, an die es Insulin-Pumpsysteme, Nadeln für die Pens, Blutzuckermessgeräte und weitere Produkte verkauft.

Kostspieliger Aufbau des Vertriebsnetzes

Der Umsatz von Ypsomed sank im Geschäftsjahr 2010/11 (bis Ende März) um 4,5 Prozent auf 242,5 Mio. Franken. Bremsend wirkte dabei der starke Franken: In lokalen Währungen gerechnet stieg der Umsatz um 0,5 Prozent.

Der Betriebsgewinn (EBIT) sank um 36 Prozent auf 8,6 Mio. Franken, die EBIT-Marge fiel von 5,3 auf 3,6 Prozent. Der Reingewinn schrumpfte von 9,4 Mio. auf 5,2 Mio. Franken.

"Die Profitabilität ist für uns zu tief", betonte Fritschi vor den Medien in Burgdorf. Der EBIT sank vor allem wegen des unprofitablen Direktgeschäfts mit den Patienten: In diesem Segment investierte Ypsomed kräftig in die Lancierung neuer Produkte und in die Expansion in weitere Länder.

Ypsomed senkte die Kosten deutlich: An seinen Schweizer Standorten Burgdorf und Solothurn baute Ypsomed 129 Stellen ab, 66 Personen wurden dabei entlassen. Im Ausland wurde neues Personal eingestellt, so dass unter dem Strich gut 100 Stellen wegfielen. In Vollzeitstellen umgerechnet betrug der Abbau rund 90 Arbeitsplätze.

Keine weiteren Entlassungen

Im laufenden Geschäftsjahr will das zu knapp 75 Prozent vom Firmengründer Willy Michel kontrollierte Unternehmen einen gleich hohen Umsatz wie 2010/11 erzielen. Die EBIT-Marge soll leicht steigen.

In der Schweiz würde Ypsomed nur "marginal" Stellen abbauen, zu Entlassungen solle es nicht kommen, sagte Willy Michel. Ypsomed zählte Ende März knapp 1100 Angestellte, davon rund 880 in der Schweiz.

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SDA-ATS