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In Neuseeland haben Rettungskräfte bis Samstag 145 Todesopfer des schweren Erdbebens vom vergangenen Dienstag geborgen. Über Nacht seien in Christchurch weitere Leichen in den Trümmern eingestürzter Häuser gefunden worden, sagte der Polizeichef Dave Cliff.

Über 200 Menschen wurden in der zweitgrössten neuseeländischen Stadt noch vermisst. Unter den Vermissten seien auch Ausländer aus mehr als 20 Staaten, sagte Cliff weiter.

Allein in den Trümmern einer Sprachschule werden noch bis zu 120 weitere Leichen vermutet. Zwar wurde bereits seit Mittwochnachmittag kein Mensch mehr lebend geborgen, die Hoffnung aufgeben wollten die rund 700 Rettungskräfte dennoch nicht.

Allerdings hat die Regierung selbst die Hoffnung offenbar verloren. Die Rettungsphase gehe nun ihrem Ende entgegen, sagte Aussenminister Murray McCully. Er bereite sich darauf vor, den Angehörigen der Opfer aus verschiedenen Ländern die "schlimmste Nachricht" zu überbringen.

Ein Viertel der Häuser zerstört

Wie der für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben zuständige Minister Gerry Brownlee wiederum sagte, muss im Geschäftsquartier im Zentrum von Christchurch rund ein Viertel aller Häuser wegen schwerer Schäden abgerissen werden. Dieser Bereich der Innenstadt werde deshalb "im besten Falle für einige Monate" gesperrt bleiben, sagte er.

Bislang seien 4600 Gebäude der Stadt von Experten als sicher eingestuft worden. 500 Häuser dürften wegen Erdbebenschäden nur noch eingeschränkt benutzt und 341 weitere müssten auf jeden Fall abgerissen werden, sagte Brownlee.

Strom und Wasser fliesst

Am Samstag hatten rund 80 Prozent der Haushalte in Christchurch wieder Strom, bei rund der Hälfte kam auch wieder Wasser aus den Leitungen.

Nach wie vor kommt es zu Plünderungen, obwohl die Polizei - durch 300 Kollegen aus Australien und hunderte Militärangehörige unterstützt - massive Präsenz zeigt.

Der Sachschaden ist noch nicht absehbar. Während Brownlee die Kosten des Wiederaufbaus auf über 7 Milliarden US-Dollar schätzt, geht die Handelskammer von Christchurch von Kosten in Höhe von bis zu 20 Milliarden Dollar aus.

Die Stadt auf der neuseeländischen Südinsel war am Dienstagmittag von dem Beben der Stärke 6,3 erschüttert worden. Es war das zweite schwere Beben binnen eines halben Jahres.

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SDA-ATS