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Die Zahl der Opfer von Frauenhandel hat zugenommen. Die Zürcher Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration FIZ betreute 2012 insgesamt 209 Betroffene. Das ist ein neuer Höchststand, wie die FIZ am Donnerstag mitteilte.

53 Prozent der neuen Fälle wurden von der Polizei an die Fachstelle verwiesen. Stadt- und Kantonspolizei Zürich seien besonders sensibilisiert und hätten die Ressourcen im Kampf gegen Menschenhandel aufgestockt. Mit beiden gebe es eine gute Zusammenarbeit, sagte Rebecca Angelini von der FIZ gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Wie bereits im Vorjahr waren die Langzeitklientinnen bei der Interventionsstelle Makasi in der Mehrzahl, 100 Fälle sind neu hinzugekommen. 67 davon stammen aus Stadt und Kanton Zürich.

Frauenhandel findet aber nicht nur in Grossstädten, sondern auch in ländlichen Gebieten statt. So kamen mehr Frauen aus Schaffhausen zur FIZ und erstmals gab es einige mutmassliche Opfer von Frauenhandel in Obwalden.

Ausgebeutet werden die Frauen vor allem im Sexgewerbe. 35 der Opfer von Frauenhandel kamen aus Ungarn. Sie bilden damit immer noch die grösste Gruppe. 16 Frauen stammen aus der Dominikanischen Republik, das sind mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Zugenommen hat die Zahl der Frauen aus Rumänien, aus Thailand wurden dagegen weniger betreut.

Aufwändige psychosoziale Betreuung nötig

Neue Perspektiven nach der Ausbeutung zu entwickeln, verlange viel von den Frauen, heisst es im Jahresbericht. Die Beraterinnen versuchen, zu stabilisieren, Schutz zu gewährleisten und die Betroffenen in der Zukunftsgestaltung zu unterstützen. Dazu sei eine aufwändige psychosoziale Betreuung nötig.

Die Schutzwohnung war 2012 gut ausgelastet. Insgesamt haben 29 neue Frauen in der Wohnung gelebt. Erstmals wurde eine Makasi-Klientin nach der Geburt ihres Kindes aufgenommen, weil kein geeigneter Platz in einer Mutter-Kind-Einrichtung verfügbar war.

Neben der spezialisierten Interventionsstelle Makasi für die Opfer von Frauenhandel führt die FIZ auch eine Beratungsstelle für Migrantinnen. Im vergangenen Jahr fanden hier 408 Frauen aus Stadt und Kanton Zürich Unterstützung. Sie stammen aus 31 Herkunftsländern.

Hilfe suchten sie vor allem wegen Problemen bezüglich Aufenthalt, bei der Arbeit im Cabaret oder in der Prostitution sowie Gewalt durch die Partner.

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SDA-ATS