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In Pakistan sind in diesem Jahr mehr Fälle von Kinderlähmung registriert worden als in den vergangenen Jahrzehnten. Bereits drei Monate vor Jahresende sei mit 202 Infektionen der bisherige Höchststand im Jahr 2000 übertroffen worden, sagte ein Sprecher des Nationalen Gesundheitsinstituts am Samstag in Islamabad. Damals waren 199 Fälle verzeichnet worden.

Alleine am vergangenen Freitag seien acht neue Erkrankungen registriert worden. Die Regierung nennt als einen Hauptgrund für die Ausbreitung der Kinderlähmung die Taliban.

In den am schwersten betroffenen Gegenden - den Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan - verhindern die Taliban Impfungen. Sie verdächtigen die USA, unter dem Deckmantel von Impfkampagnen Spionage zu betreiben.

Verschärft wurde das Misstrauen auch durch eine vom US-Geheimdienst initiierte Impfkampagne gegen Hepatitis im März 2011 in Abbottabad. Der Einsatz in der nordpakistanischen Garnisonsstadt sollte dazu dienen, DNA-Proben von der Familie des Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden zu bekommen, der dort vermutet wurde. Die Proben bestätigten den Verdacht, am 2. Mai 2011 tötete ein US-Sonderkommando bin Laden.

Die Taliban verbreiten ausserdem das Gerücht, dass der Westen Muslime mit Polio-Impfungen unfruchtbar machen möchte. In den vergangenen Tagen lief eine landesweite Impfkampagne, bei der 34 Millionen Kinder immunisiert werden sollten. Kinderlähmung ist in fast allen Ländern der Welt ausgerottet.

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SDA-ATS