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Beim Schiffsunglück im westafrikanischen Mali vor einer Woche sind deutlich mehr Menschen gestorben als zunächst angenommen. Es seien 72 Tote geborgen worden, teilte Innenminister Sada Samake mit.

Zuvor war es den Rettungskräften gelungen, das Unglückswrack zu heben. Dort seien mehrere weitere Leichen entdeckt worden, so Samake. Zunächst war von 39 Todesopfern gesprochen worden.

"Insgesamt gibt es 72 Tote, elf Verletzte und 210 Gerettete", sagte Samake. Beim Unglück war vor einer Woche mitten auf dem Niger-Strom ein Transportschiff auseinander gebrochen. Auf dem mit Waren beladenen Schiff waren auch mehrere hundert Menschen unterwegs, zum Teil hatten sie offenbar keine Tickets gelöst.

Der 2500 Kilometer lange Niger ist eine der wichtigsten Transportachsen in Mali. Er verbindet den trockenen Norden des Landes mit dem vergleichsweise fruchtbaren Süden. Das Unglücksschiff war von Mopti Richtung Timbuktu unterwegs. Die Entfernung beträgt rund 700 Kilometer.

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