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Der Krieg in Afghanistan hat im vergangenen Jahr mehr Zivilisten das Leben gekostet als je zuvor. Die Zahl der zivilen Todesopfer stieg 2010 gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf das Rekordniveau von 2777.

Drei Viertel der Zivilisten seien von den Taliban oder anderen aufständischen Gruppen getötet worden, teilten die UNO-Mission in Afghanistan und die unabhängige afghanische Menschenrechtskommission am Mittwoch in Kabul mit.

Die meisten Zivilisten wurden demnach durch Anschläge getötet. 16 Prozent kamen bei Angriffen von Soldaten der NATO oder der afghanischen Armee ums Leben, bei neun Prozent war eine Zuordnung nicht möglich.

Auch die NATO-Truppen hatten im vergangenen Jahr so viele Toten zu beklagen wie noch nie seit dem Sturz der Taliban durch den US-geführten Einmarsch in Afghanistan Ende 2001. 711 Soldaten der NATO-Truppen wurden 2010 getötet.

Protest gegen Einsatz von NATO und USA

Der Tod afghanischer Zivilisten sorgt zwischen der Regierung in Kabul und der NATO und den USA immer wieder für heftigen Streit. Erst zu Monatsanfang waren im Osten Afghanistans neun Kinder bei einem NATO-Luftangriff getötet worden. Staatschef Hamid Karsai fürchtet, dass die vielen zivilen Opfer die Bevölkerung in die Arme der Taliban treiben könnten.

In scharfen Worten forderte er daher von der NATO ein Ende der "Morde". In mehreren Landesteilen protestierten Menschen gegen den Einsatz der NATO und der USA.

Der Afghanistan-Krieg geht mittlerweile in sein zehntes Jahr. Der US-geführte Einsatz begann Ende 2001 - nach den Terroranschlägen in den USA vom 11. September - und zielte ursprünglich auf das Terrornetz von Osama bin Laden.

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SDA-ATS