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Zahl schwerer Grippeerkrankungen soll reduziert werden

Die Bundesbehörden wollen die Zahl der schweren Grippeerkrankungen unter anderem dank besseren Daten senken. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat eine nationale Strategie zur Prävention der saisonalen Grippe (GRIPS) für die Jahre 2015 bis 2018 verabschiedet.

Die nationale Strategie soll über die reine Impfpromotion hinausgehen, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Die neue Strategie sei im Dialog mit allen interessierten Kreisen entstanden und werde 2015 gemeinsam mit den Kantonen und den Partnern im Gesundheitswesen umgesetzt.

Da die Daten zur saisonalen Grippe ungenau und lückenhaft seien, soll in erster Priorität die Forschung verstärkt werden, heisst es. Ziel sei es, genauere Zahlen zu den Grippeerkrankungen, den Gesundheitskosten sowie zur Wirksamkeit der Präventionsmassnahmen zu erheben.

Zudem wollen die Gesundheitsbehörden besser verstehen, weshalb die Impfung als wirksamste präventive Massnahme gegen die Grippe nicht weiter verbreitet ist. Eine Umfrage in der Grippesaison 2013/14 habe ergeben, dass lediglich 37 Prozent der über 65-Jährigen, 31 Prozent der Personen mit chronischen Erkrankungen und 19 Prozent des Gesundheitspersonals mit direktem Patientenkontakt geimpft waren.

Der Schutz der Patientinnen und Patienten soll einen weiteren Schwerpunkt bilden. Dabei sollen Spitäler und Heime sicherstellen, dass das Personal mit Kontakt zu betreuten Personen, aber auch die Besucherinnen und Besucher sowie die betreuten Personen selber über die Risiken der Grippeübertragung informiert sind. Vorgesehen sei zudem, die Grippeprävention in die Ausbildung für Gesundheitsberufe zu integrieren.

Als dritter Schwerpunkt gilt die Impfpromotion. Dabei soll die Kommunikation zum einen auf die Risikogruppen und deren nahes Umfeld ausgerichtet werden. Zum anderen werde das Gesundheitspersonal angesprochen, das die Präventionsbotschaften weitergeben könne.

Jedes Jahr sterben hunderte Menschen

In der Schweiz sterben jedes Jahr hunderte Menschen an der Grippe. Mehrere tausend Menschen müssen deswegen ein Spital aufsuchen und über hunderttausend Patientinnen und Patienten einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren. Die saisonale Grippe koste das Gesundheitssystem jedes Jahr schätzungsweise rund 100 Millionen Franken.

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