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Abuja - Blutige Silvesternacht in Nigeria: Bei einer Explosion auf einem Marktplatz auf einem Kasernenareal in der Hauptstadt Abuja starben mehrere Menschen. Über die genaue Zahl der Opfer herrscht Unklarheit.
Die Behörden bestätigen am Samstag 11 Tote, im nigerianischen Staatsfernsehen hiess es hingegen, 30 Menschen seien ums Leben gekommen. Die Internetzeitung "Next" zitierte,Augenzeugen, die von mindestens 20 Toten berichteten. Unter den Opfern seien auch zahlreiche Frauen und Kinder.
Die Explosion hatte sich auf einem Markt mit Ständen und Bierlokalen ereignet, der zu der militärischen Einrichtung in Abuja gehört. Ursache sei eine Bombe gewesen, sagte der General der Luftwaffe, Oluseyi Petirin.
Auf dem Kasernengelände leben Offiziere von Armee, Luftwaffe und Marine, die im Hauptquartier des Militärs arbeiten, mit ihren Familien. Auch Vertreter der diplomatischen Gemeinschaft halten sich dem Bericht zufolge häufig dort auf. Augenzeugen berichteten, dass der Markt vor der Explosion sehr gut besucht gewesen sei, was für eine hohe Opferzahl spricht.
Anschläge auf Kirchen
Zu den Tätern gibt es noch keine gesicherten Informationen. Präsident Goodluck Jonathan machte indes eine Islamisten-Gruppe für die Tat verantwortlich.
Erst an Heiligabend waren bei drei Bombenanschlägen in der Stadt Jos mehrere Dutzend Menschen getötet worden. In der selben Nacht kamen in der Stadt Maiduguri sechs Menschen bei Überfällen der radikal-islamischen Sekte Boko Haram auf zwei Kirchen ums Leben.
Ethnische und religiöse Gewalt
Jos gilt als Epizentrum des sogenannten Mittelgürtels in Nigeria, wo zahlreiche ethnische Gruppen um politische und wirtschaftliche Kontrolle kämpfen. Religiös motivierte Gewalt hat dort 2010 mehr als 500 Menschen das Leben gekostet.
Die Bombenexplosion war nicht die erste Gewalttat in diesem Jahr in der ansonsten eher ruhigen Hauptstadt. Bei einem Bombenanschlag während der Unabhängigkeitsfeiern am 1. Oktober waren mindestens zwölf Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Die Verantwortung dafür hatte die im ölreichen Süden aktive Bewegung für die Emanzipation des Niger-Deltas (MEND) übernommen.

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SDA-ATS