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Das zerstörte Auto der Journalistin Galizia nach dem Anschlag. Nun sind auf Malta acht Verdächtige festgenommen worden. (Archiv)

KEYSTONE/AP/RENE ROSSIGNAUD

(sda-ats)

Sieben Wochen nach dem Mord an einer regierungskritischen Journalistin auf Malta sind zehn Verdächtige festgenommen worden. Acht Malteser seien am Montag in einem gemeinsamen Einsatz an verschiedenen Orten gefasst worden, sagte Maltas Premierminister Joseph Muscat.

Sie würden verdächtigt, den Anschlag mit einer Autobombe durchgeführt zu haben, sagte Muscat. Ob sie auch die Auftraggeber waren, ist unklar. Später twitterte Muscat, dass zwei weitere Verdächtige festgenommen worden seien.

Die Verdächtigen müssen nun innerhalb der nächsten 48 Stunden befragt werden. Sie seien bereits eine Zeit lang beobachtet worden, fügte Muscat hinzu. An den Ermittlungen seien das FBI, Europol und finnische Sicherheitsbehörde beteiligt gewesen.

Die Bloggerin Daphne Caruana Galizia war am 16. Oktober in der Nähe ihres Hauses auf der Mittelmeerinsel getötet worden. Der Anschlag hatte das kleine EU-Land geschockt und auch international Wellen geschlagen. Auf Malta kam es zu Protesten gegen Korruption und gegen eine Unterwanderung des politischen Systems durch Kriminelle.

Unter anderem recherchierte die Journalistin und Bloggerin zu Vorwürfen in den "Panama Papers", die sich gegen den sozialdemokratischen maltesischen Regierungschef Muscat und dessen Frau richteten.

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SDA-ATS