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Berlin - Mehrere Zehntausend Menschen haben am Samstag in Berlin gegen die weitere Nutzung der Atomenergie in Deutschland protestiert. Die Demonstration richtete sich besonders gegen den Plan der Regierung, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern.
Mit laut wummernder Musik, bunten Fahnen, Plakaten und Luftballons zogen die Demonstranten friedlich unter dem Motto "Atomkraft: Schluss jetzt!" in einem langen Zug rund um das Regierungsviertel und liessen sich zeitweise zu einer Sitzblockade um die Regierungsgebäude nieder.
Erwachsene und Kinder warfen symbolisch kleine Atommüll-Fässer auf die Wiese des Kanzleramts. Während die Veranstalter von 100'000 Teilnehmern sprachen, schätzte die Polizei ihre Zahl auf etwa 40'000.
Die deutsche Regierung hatte sich vor zwei Wochen mit den Betreibern auf eine Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke von durchschnittlich zwölf Jahren geeinigt. Die Opposition warf der Regierung Klientelpolitik vor, Umweltschützer warnten vor Sicherheitsmängeln. Die Umfragewerte der Grünen, die ihre Wurzeln in der Anti-Atombewegung haben, stiegen zuletzt auf Rekordwerte.
Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel beteiligte sich an der Demonstration und kritisierte, Angela Merkel sei eine Kanzlerin der Konzerne geworden. Dies gelte von der Pharmabranche über die Grossbanken bis hin zur Atomlobby. Sie werde jedoch merken, dass sich die Bürger nicht verschaukeln liessen. Die Proteste in Berlin seien erst der Anfang.
Auch die Grünen und die Linkspartei unterstützten mit Parteiprominenz die Demonstration, darunter die Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth und Cem Özdemir sowie die Grünen-Fraktionschefs Renate Künast und Jürgen Trittin.
Die Proteste gegen die Atomkraft haben seit dem vergangenen Jahr und den Diskussion über einen Ausstieg aus dem Atom-Ausstieg wieder verstärkt Zulauf erhalten. Im April diesen Jahres bildeten rund 120'000 Atomkraft-Gegner eine 120 Kilometer lange Menschenkette vom Atomkraftwerk Krümmel in Schleswig-Holstein quer durch Hamburg bis zum AKW Brunsbüttel.

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SDA-ATS