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Nach dem Angriff auf mehrere Migranten in Macerata demonstrierten in der Stadt zahlreiche Menschen gegen Rassismus.

KEYSTONE/AP ANSA/MASSIMO PERCOSSI

(sda-ats)

Nach dem Angriff auf mehrere Migranten in Macerata haben zahlreiche Menschen in der italienischen Stadt gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit demonstriert. Schulen und Geschäfte blieben geschlossen.

Aus Angst vor Ausschreitungen wurden am Samstag zudem Teile der Stadt in der Region Marken abgesperrt und der öffentliche Nahverkehr eingestellt. Antifaschistische Organisationen aus dem ganzen Land versammelten sich genauso wie Anhänger von Linksparteien und sozialen Einrichtungen.

Medien berichteten von "Tausenden" Teilnehmern. Auf Transparenten stand: "Wir sind alle Ausländer". Ein Schütze hatte vor einer Woche mitten im Wahlkampf offensichtlich aus rassistischen Motiven das Feuer auf mehrere Afrikaner eröffnet.

Sechs Menschen wurden verletzt. Grund soll der Tod einer 18-jährigen Italienerin gewesen sein, die zerstückelt in zwei Koffern gefunden worden war. Zunächst wurde einem Nigerianer der Mord angelastet, der Vorwurf wurde später allerdings fallengelassen - aber die Rolle des Mannes ist immer noch nicht geklärt.

Die Staatsanwaltschaft Maceratas nahm derweil Ermittlungen gegen zwei weitere Nigerianer wegen des Mordes an der 18-jährigen Römerin auf.

Seit der Attacke von Macerata ist im italienischen Wahlkampf eine bittere Debatte über Migration entbrannt. Vor allem rechte Parteien erhoffen sich dadurch mehr Zuspruch bei der Wahl am 4. März.

Der Bürgermeister von Macerata hatte sich eigentlich gegen eine Antifaschismus-Demo ausgesprochen, um nicht noch mehr Spannungen auszulösen. Am Donnerstag waren Dutzende Rechtsextreme in Macerata aufmarschiert und mit der Polizei zusammengestossen.

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