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Rund eine Woche vor der Parlamentswahl in Ungarn sind am Samstag zehntausende Anhänger des umstrittenen Regierungschefs Viktor Orbán zu einer Wahlkampfkundgebung geströmt. Nach Schätzungen ungarischer Journalisten marschierten mehr als 100'000 Sympathisanten von Orbáns rechtspopulistischer Fidesz-Partei durch Budapest.

Bei seiner Ansprache warb der 50-Jährige dafür, ihn für eine weitere Amtszeit wiederzuwählen. Seine Regierung habe Ungarn wieder auf die Füsse gestellt und aus dem "alten Auto mit den platten Reifen einen Rennwagen gemacht", sagte Orbán.

Der Rechtspopulist steht im In- und Ausland wegen seiner Amtsführung in der Kritik. Orbáns Regierung verfügt seit ihrer Wahl im Jahr 2010 über eine Zweidrittelmehrheit im Parlament und nutzte diese für umstrittene Neuregelungen im Medienrecht sowie bei der Zentralbank und im Justizwesen.

Dies stiess innerhalb der Europäischen Union auf harsche Kritik. Orbáns Gegner werfen ihm autoritäre Tendenzen und die Untergrabung der Bürgerrechte sowie der Pressefreiheit vor.

Ungarn schaffte Anfang 2013 den Weg aus der Rezession und verzeichnete seither in drei aufeinanderfolgenden Quartalen wieder Wirtschaftswachstum. Die Inflation ist stabil auf sehr niedrigem Niveau. Umfragen sehen die Fidesz-Partei bei der Wahl am kommenden Sonntag mit 32 bis 38 Prozent der Stimmen vorn.

SDA-ATS