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Erneut sind Zehntausende in Venezuela gegen die Regierung auf die Strasse gegangen - bei Zusammenstössen mit Sicherheitskräften wurden allerdings mindestens 100 Personen verletzt.

KEYSTONE/EPA EFE/CRISTIAN HERNANDEZ

(sda-ats)

In der venezolanischen Hauptstadt Caracas haben am Mittwoch erneut Zehntausende Menschen gegen den sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro demonstriert.

Beim Versuch, vor das Aussenministerium zu ziehen, wurden die Demonstranten von Polizei und Soldaten mit Tränengas und Wasserwerfern abgedrängt. Anhänger der Opposition zogen über eine Stadtautobahn und demonstrierten gegen die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro.

"Die Unterdrückung durch die Sicherheitskräfte hat heute zu Dutzenden Verletzten geführt. Sie haben uns mit Tränengaskartuschen, Gummigeschossen und sogar mit Kugeln verletzt", sagte der oppositionelle Abgeordnete Miguel Pizarra. Die Rettungskräfte zählten mindestens 100 Verletzte.

Mehr als 50 Tote

In Venezuela protestieren seit Monaten Opposition und viele Bürger für vorgezogene Wahlen und einen Rücktritt Maduros, dem sie die Verantwortung für die schlechte wirtschaftliche Lage und die Unterdrückung bürgerlicher Freiheiten geben. Bei den oft gewaltsamen Protesten und dem harten Vorgehen der Sicherheitskräfte starben schon mehr als 50 Menschen.

In der Bevölkerung herrscht grosse Wut über die Wirtschaftskrise in dem erdölreichen Land, die Lebensmittel und Medikamente knapp werden lässt. Kritiker werfen Maduro vor, wie ein Diktator zu herrschen. Die linke Regierung sieht in den Protesten dagegen einen Umsturzversuch auf Betreiben der USA.

SDA-ATS

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